Rückspiegel: Die zehn denkwürdigsten Momente der Saison 2017

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Toyotas Misere fand in diesem Jahr seine Fortsetzung | © Maximilian Graf

2. Vincent Capillaire navigiert Toyota zur nächsten Niederlage

Eine Wende des Geschicks? Eigentlich standen die 24 Stunden von Le Mans für Toyota unter positiven Auspizien. Nach zwei WM-Siegen machte sich der Konstrukteur aus Fernost daran, endlich seinen Unsegen an der Sarthe abzustreifen. In der Qualifikation beförderte sich Kamui Kobayashi mit einem Rundenrekord auf die Poleposition, im Rennen stand TMG im Begriff, einen dominanten Triumph zu erringen.

Und dann? Toyota war abermalig kein Erfolg in Le Mans vergönnt. Warum? Eine
Initiativbewerbung Vincent Capillaires als Einweiser, dessen Motivationsgeste Kobayashi
missverstand. Fatal. Denn der Toyota-Werksfahrer wartete während einer Gelbunterbrechung am Boxenausgang auf die Freigabe der Sportwarte und verwechselte Capillaire aufgrund des orangefarbenen Overalls mit einem Funktionär.

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Somit navigierte das unbeholfene, schicksalschwere Handzeichen Toyota zur nächsten Niederlage. Denn Kobayashi beschleunigte daraufhin und bremste sogleich wieder. Anschließend startete der Toyota-Athlet seinen Hybridprototyp ohne Elektroantrieb – also nur mit dem Verbrennungsmotor. Dieses Manöver beschädigte nach Angaben Toyotas die Kupplung irreparabel. Bis dato lag Kobayashi mit seinen Stallgefährten Mike Conway und Stéphane Sarrazin unangefochten in Führung. (Maximilian Graf)