Langstrecken-WM: Racing Team Nederland steigt ein, Toyota bestätigt LMP1-Teilnahme

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Das Racing Team Nederland steigt in die Langstrecken-WM auf | © Manuel Klinkhammer

Das Racing Team Nederland nennt einen LMP2-Dallara für die Supersaison. Außerdem bestätigte Toyota seine Teilnahme offiziell. Zudem haben SMP Racing und ByKolles Racing ihr Testprogramm für dieses Jahr erfolgreich abgeschlossen. Hans-Joachim Stuck kritisiert indes die Veranstalter der Langstrecken-WM und glaubt an einen AMG-Einstieg in die GTE-Klasse. Ein Nachrichtenspiegel.

Racing Team Nederland bricht die Oreca-Phalanx

Zuwachs für die Langstrecken-Weltmeisterschaft: Das Racing Team Nederland steigt mit einem Dallara P217 in die LMP2-Division ein. Als bislang einziger Fahrer steht Teamchef Fits van Eerd fest. Damit bricht die niederländische Mannschaft die Oreca-Phalanx. Denn in der vergangenen Saison waren ausschließlich LMP2-Prototypen von Hugues de Chaunacs in der WM eingeschrieben.

„Nur ein Jahr nach unserem Debüt in der Europäischen Le-Mans-Serie vollziehen wir solch einen großen Schritt. Darauf bin ich extrem stolz“, sagte van Eerd in einem Presseschreiben. „Mit unserer Teilnahme wird die Niederlande auf dem höchsten Level des Sportwagensports präsentiert.“

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Das zusätzliche Pilotenpersonal stellt der Rennstall im nächsten Jahr vor. In der abgelaufenen Saison formierte van Eerd zusammen mit Jan Lammers ein Gespann. Bei den 24 Stunden von Le Mans half darüber hinaus noch Rubens Barrichello bei den Niederländern aus.

Toyota finalisiert sein Le-Mans-Programm

Bislang gab es seitens der Toyota Motorsport GmbH keine offizielle Bestätigung bezüglich der Fortsetzung des Engagements in der Langstrecken-WM. Nun hat der Autobauer aus Fernost seine Teilnahme bestätigt, nachdem die LMP1-Regeln seitens der FIA und dem ACO abgesegnet wurden.

Der Fahrerkader des verbleibenden Herstellers des LMP1-Hybrid-Segmentes wird voraussichtlich im kommenden Monat kommuniziert. Toyota setzt aller Voraussicht zwei TS050 Hybrid während der gesamten Supersaison ein. Bei den 24 Stunden von Le Mans ist der Einsatz eines dritten Autos unwahrscheinlich.

ACO und FIA stellen überarbeites LMP1-Regularium vor

Das Langstreckenkomitee hat das LMP1-Regelwerk vor der anstehenden Supersaison angepasst. Die Regelhüter haben dabei die LMP1-Klasse in drei sogenannte Technologieklassen unterteilt. Demnach besitzen nun Turbomotoren, Saugmotoren und Hybridantriebsstränge eine eigene Untergruppe.

Damit alle drei Technologien auf einem Niveau agieren können, dient das jeweils schnellste Fahrzeug der Technologieklasse als Referenzwert für die Equivalence of Technology. Als Referenzwerte dienen, wie auch in anderen Divisionen üblich, zwanzig Prozent der schnellsten Rennrunden eines jeden Laufes.

Die Mannschaften müssen den Regelmachern dabei alle Daten zur Verfügung stellen. Die neue Mindeststrafe bei einem Verstoß gegen die Regeln oder beim Sandbagging ist eine fünf minütige Zeitstrafe. Höhere Strafen und Bestrafungen nach Rennende sind ebenfalls möglich. Falls ein Fahrzeug oder eine Technologie zu langsam ist, wird eine Anpassung erst nach zwei Wertungsläufen vorgenommen und ein Nachteil muss mit den vorliegenden Daten belegbar sein.

Neues Bestrafungssystem für die Supersaison

Neben den neuen LMP1-Regeln bekommt die Langstrecken-WM ein neues Betrafungssystem. Jeder eingeschriebene Pilot startet mit zwölf Punkten in die Saison. Bei Vorfällen auf und neben der Strecke kann die Rennleitung einem Fahrer bis zu sechs Punkte pro Rennen abziehen.

Erreicht das Punktekonto eines Fahrers die Null, dann wird er für den kommenden Lauf automatisch gesperrt. Nach der abgesessenen Strafe startet der betroffene Pilot wieder bei vollen zwölf Punkten.