Qatar 1812: Porsche dominiert, Ferrari und Toyota fahren hinterher

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Porsche, dann Porsche und noch einmal Porsche | © Marius Hecker (DPPI)

Dreifacherfolg für Porsche beim Qatar 1812: Kévin Estre, André Lotterer und Laurens Vanthoor haben den Sieg beim Auftakt der FIA World Endurance Championship geholt. Hauptwidersacher war unerwarteterweise Peugeot. Ferrari und Weltmeister Toyota fuhren hinterher.

Beim Saisonauftakt der FIA World Endurance Championship hat Porsche die restliche Konkurrenz nahezu deklassiert. Nach zwei von drei Trainingsbestzeiten und Start von der Poleposition hat der Konstrukteur aus Stuttgart-Zuffenhausen beim Qatar 1812 einen Dreifachtriumph davongetragen. In der Podiumsmitte bei der Siegerehrung standen Kévin Estre, André Lotterer und Laurens Vanthoor der Penske-Werksmannschaft.

Die Stallgefährten Matt Campbell, Michael Christensen und Frédéric Makowiecki, von Rang eins in der Startaufstellung losgefahren, erklommen wiederum die unterste Stufe des Stockerls. Silber ging an das private Einsatzteam Jota. Im Cockpit wechselten Will Stevens, Callum Ilott und Norman Nato einander ab. Damit errang Porsche zudem den ersten Sieg eines LMDh-Prototyps seit der Einführung der LMH-Klasse.

Der einzige ernstliche Gegner mit Fortdauer des Zehn-Stunden-Rennens auf dem Losail International Circuit erwuchs Porsche wider Erwarten in Peugeot. Mikkel Jensen, Nico Müller und Jean-Éric Vergne rangierten an zweiter Gesamtstelle, ehe Letzterwähnter im vorletzten Umlauf – laut Herstelleraussage – ohne Benzin liegenblieb. Obendrein disqualifizierten die Regelhüter die Löwen, weil Vergne nicht aus eigenem Antrieb das Parc fermé erreichte.

Cadillac auf Platz vier

Bester Verfolger war letzten Endes Cadillac. Earl Bamber, Alexander Lynn und Sébastien Bourdais kreuzten mit einer Rückstand den Zielstrich als Viertplatzierte, obwohl das Trio beim Start in eine Kollision verwickelt war. Die besten Fünf komplettierten die Ferrari-Fahrer Robert Kubica, Robert Shwartzman und Yifei Ye. Somit schnitten die AF-Corse-Athleten am besten unter den Hypercar-Lenkern ab.

Weltmeister Toyota war indes in der Qualifikation noch konkurrenzfähig und erkämpfte Startrang zwei, aber im Rennen mussten sich Mike Conway, Kamui Kobayashi und Nick de Vries mit Platz sechs als Endresultat bescheiden. Die Markenkollegen Sébastien Buemi, Brendon Hartley und Ryō Hirakawa kamen sogar nicht über Platz neun hinaus. Dazwischen positionierte sich das Ferrari-Dreigespann Nicklas Nielsen, Antonio Fuoco und Miguel Molina sowie die Alpine-Fahrer Ferdinand Habsburg, Charles Milesi und Paul-Loup Chatin.

In der neu eingeführten GT3-Wertung reklamierte ebenfalls Porsche den Erfolg für sich. Manthey-Racing erfocht mit Alex Malykhin, Klaus Bachler und Joel Sturm die Siegertrophäe. Dahinter folgten die beiden Aston-Martin-Besatzungen von Heart of Racing und D’Station Racing – Ian James, Daniel Mancinelli und Alex Riberas sowie Clément Mateu, Erwan Bastard und Marco Sørensen.

Die nächste Saisonrunde der FIA World Endurance Championship findet am dritten Aprilwochenende im Autodromo Enzo e Dino Ferrari in Imola statt. Die Distanz: sechs Stunden. Anschließend gastiert die Langstreckenweltmeisterschaft zur Le-Mans-Generalprobe auf dem Circuit de Spa-Francorchamps.