Rückspiegel: Die zehn denkwürdigsten Momente der Saison 2017

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Ein Bild, das um die Welt ging | © Livestream

1. Massenkarambolage in Macao

Unser denkwürdigster Moment der Sportwagen- und Langstreckensaison war die diesjährige Ausgabe des Macau Grand Prix‘, genauer gesagt das Qualifikationsrennen des GT-Weltpokals. Doch was ist geschehen?

Bereits in der ersten Rennrunde des Qualifikationsrennens löste Daniel Juncadella mit seinem Ausrutscher in einen Reifenstapel einen den teuersten und größten Unfälle des GT-Sports aus. Der junge Spanier fuhr von Position zwei aus los, wurde aber beim fliegenden Start auf den vierten Rang zurückgereicht. Beim Verteidigen gegen Markenkollegen Raffaele Marciello verbremste sich jedoch Juncadella. Marciello konnte dem havarierten Mercedes-AMG GT3 noch ausweichen, der Rest des Feldes nicht mehr.

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Infolgedessen schafften es nur acht Autos zurück an die Box. Von den am Samstag ausgefallenen zwölf Fahrzeugen waren insgesamt Sechs kernschrott. Aber auch das Hauptrennen wies eine hohe Ausfallquote auf. Von vierzehn Startern kamen nur neun ins Ziel.

Macao ist und bleibt eine der letzten echten Herausforderungen im modernen Rundstreckensport und muss deshalb erhalten bleiben. Aber das Sicherheitskonzept der Strecke sollte und muss überdacht werden. Ohne den Reifenstapel wäre es wahrscheinlich nicht zu der Massenkarambolage gekommen. Stattdessen sollten die Streckenbetreiber auf die moderneren Sicherheitsbarrieren, welche beispielsweise in Le Mans zum Einsatz kommen, zurückgreifen. (Gereon Radomski)