Spa 24: Rowe Racing verteidigt Titel für Porsche

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Rowe Racing triumphierte in den Ardennen | © Porsche

Porsche hat seinen Titel bei den 24 Stunden von Spa-Francorchamps verteidigt. Vier Wochen nach dem Erfolg auf dem Nürburgring triumphierte Rowe Racing auch beim Ein-Tages-Wettstreit in den Ardennen. In der Podiumsmitte: Nick Tandy, Earl Bamber und Laurens Vanthoor. Audi belegte den zweiten Rang, Ferrari verlor den Bronzerang beim Endspurt.

Ein Monat nach dem Triumph auf dem Nürburgring hat Rowe Racing auch bei den 24 Stunden von Spa-Francorchamps den Sieg davongetragen. Damit verteidigte der Rennstall des Wormser Mineralölwerks zugleich den Titel für die Sportwagenmarke Porsche, welche die Ardenner Traditionsveranstaltung zum nunmehr achten Mal gewann. Nick Tandy, Earl Bamber und Laurens Vanthoor kreuzten die Ziellinie am Sonntagnachmittag mit einem nur fünfsekündigen Vorsprung.

Eine Vorentscheidung fiel, als die Rennleitung während der vorletzten Wettbewerbsstunde Full Course Yellow verhängte. Die Teams der Spitzengruppe, welche sich noch in der Führungsrunde befanden, schwenkten daher zum letzten Tankstopp in die Boxengasse ein. Dabei glückte Rowe Racing eine rasche Abwicklung, wodurch die Porsche-Mannschaft die Führungsposition eroberte.

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Aber: In der Endphase des Ein-Tages-Wettstreits durchzitterte die rheinland-pfälzische Mannschaft noch einmal die Sorge, technische Probleme könnten die Siegesfahrt durchkreuzen. Denn Schlussfahrer Tandy musste die Restdistanz mit Getriebeproblemen bewältigen, verlor bei den letzten beiden Überquerungen des wallonischen Grand-Prix-Kurses sogar Öl, behielt aber trotz besorgniserregender Geräusche im Neunelfer-Cockpit die Nerven.

„Dieses Finale werde ich niemals vergessen. Unser Sieg hing am seidenen Faden, als in der vorletzten Runde plötzlich extreme Geräusche im Heck unseres Autos auftraten“, rapportierte Tandy nach dem Rennen. „Es hörte sich fast an als würden kleine Bomben explodieren. Ich habe mich erschrocken und im selben Moment gemerkt, dass die Hinterachse auf einer Ölspur herumrutscht. Was ich nicht wusste: Das Öl kam aus unserem Auto.“

AF Corse verliert Podestplatz beim Endspurt

Unterdessen waren die nächstplatzierten Audi-Piloten – Patric Niederhauser, Frédéric Vervisch und Mattia Drudi – trotz der Bredouille bei Rowe Racing außerstande, nochmals eine ernstlichen Offensive zu starten. Daher musste sich Attempto Racing mit der Silbermedaille bescheiden. Derweil stand AF Corse im Begriff, das erste Podiumsresultat für Ferrari seit Beginn der GT3-Epoche einzufahren; Alessandro Pier Guidi, James Calado und Nicklas Nielsen bekleideten vorübergehend den Bronzerang.

Allerdings vermochte Pier Guidi auf nassem Asphalt nicht, den dritten Rang zu verteidigen. Obschon Pier Guidi die zu Gebote stehenden Mittel nutzte, um Porsche-Kontrahent Matteo Cairoli am Überholen zu hindern, presste sich Letzterwähnter letztlich beim Durchfahren der Eau-Rouge-Senke vorbei. Somit erfocht Cairoli, welcher sich am Lenkrad mit Sven Müller und Christian Engelhart abwechselte, den dritten Platz für Dinamic Motorsport.

Anschließend ging auch Porsche-Experte Mathieu Jaminet daran, Druck auf Pier Guidi auszuüben, beförderte sich alsbald ebenfalls am Ferrari-Widersacher vorbei. Folglich belegten die Vorjahressieger von GPX Racing letzten Endes den vierten Rang, wogegen AF Corse mit Platz fünf vorliebnehmen musste. Jaminet rotierte bei der Kraftprobe im Hohen Venn mit Matt Campbell und Patrick Pilet im Cockpit.