Spa 24: Audi feiert weiteren GT3-Langstreckenerfolg

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Audi bleibt GT3-Langstreckenprimus | © Ralf Kieven (1VIER.com)

Nach dem 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring hat Audi auch die GT3-Kraftprobe in Spa-Francorchamps gewonnen. Saintéloc Racing erklomm mit Markus Winkelhock, Christopher Haase und Jules Gounon die Podiumsmitte. Die Bentley Boys errangen den Silberpokal, Mercedes-AMG belegte Platz drei.

Audi hat seine Stellung als Branchenprimus im GT3-Langstreckensport verfestigt. Nach dem Triumph auf dem Nürburgring gewann der Konstrukteur mit den vier Ringen auch das 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps. In einem wechselvollen Wettbewerb reklamierte letzten Endes Saintéloc Racing den Erfolg für sich: Markus Winkelhock, Christopher Haase und Jules Gounon erstiegen die mittlere Stufe des Stockerls.

Während der Samstagsgala der oberitalienischen Marken Ferrari und Lamborghini agierte Audi großenteils defensiv, harrte in der Position des wartenden Verfolgers aus und versuchte, gravierende Fehler zu vermeiden. Des Nachts arbeitete sich der bayrische Hersteller schließlich ans obere Ende des Klassements. Im Fernduell mit Mercedes-AMG, Bentley und Porsche – aufgrund abweichender Strategien – gewann Saintéloc Racing schlussendlich die Oberhand.

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Damit hat Audi den bislang vierten Gesamtsieg bei der eintägigen Kraftprobe im Hohen Venn errungen. Demgegenüber missglückte Widerpart Mercedes-AMG, sich für das letztjährige Fiasko mit einem Trophäengewinn zu rehabilitieren. Obwohl sich Michael Meadows, Raffaele Marciello und Edoardo Mortara während der Schlussphase in aussichtsreicher Lage befanden, musste das Team AKKA-ASP nach Rang zwei im Vorjahr nun sogar mit der Bronzemedaille vorliebnehmen.

Bentley Boys holen Silbermedaille

Stattdessen war den Bentley Boys endlich ein Podestplatz bei den 24 Stunden von Spa-Francorchamps vergönnt. Infolge einer unauffälligen Vorstellung zu Anfang drang das M-Sport-Ensemble mit Konstanz und Beharrsamkeit in die Spitzengruppe vor. Ebendiese Kernstrategie zeitigte Erfolg: Andy Souček, Maxime Soulet und Vincent Abril erarbeiteten sich im Kräftemessen mit den süddeutschen Werken letzthin den Silberpokal.

Eine bravouröse Aufholjagd gelang wiederum der Porsche-Werksabordnung. Schon in der Frühphase des Langstreckenwettstreits in den Ardennen musste das Team 75 Bernhard aufgrund einer risikobehafteten Einfahrt in die Boxengasse eine dreiminütige Durchfahrtsstrafe abbüßen. Dennoch demonstrierten Laurens Vanthoor, Kévin Estre und Michael Christensen sportliche Moral. Die Belohnung: Rang vier.

Das W Racing Team vertändelte dahingegen ein besseres Resultat bei seinem Heimspiel auf dem wallonischen Traditionskurs, indem René Rast im Führungsduell mit AMG-Kontrahent Marciello eine Kollision verschuldete. Diese Unvorsichtigkeit ahndeten die Sportkommissare mit einer Durchfahrtsstrafe, wodurch die Audi-Equipe ins Hintertreffen geriet. Das Endergebnis: Platz sechs für Rast, Antonio Gacía und Nico Müller.