Langstrecken-WM: Toyota bleibt mindestens bis 2019, Automatisierung der Balance of Performance

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Toyota bleibt der LMP1-Kategorie bis mindestens 2019 treu | © Toyota Motorsport GmbH

Die WM-Saison nimmt langsam aber sicher Fahrt auf. Denn heute beginnt der Prolog in Monza. Diese Gelegenheit hat Toyota genutzt, um offiziell die Verlängerung des LMP1-Programms bis mindestens 2019 preiszugeben. Zudem gibt es ein neues BoP-System im GTE-Pro-Bereich. Dies und weitere Neuigkeiten zusammengefasst im Nachrichtenspiegel.

Toyota verbleibt auf jeden Fall bis 2019

Teamdirektor Rob Leupen hat im Rahmen der Fahrzeugpräsentation des erneuerten TS050 Hybrid in Monza verlauten lassen, dass Toyota Motorsport bis einschließlich 2019 der Langstrecken-WM treu bleibt. Laut Leupen habe die Regelstabilität den Ausschlag für die positive Entscheidung gegeben.

Auch eine Fortsetzung des Programms über die Saison 2019 sei möglich. „Wenn sich die Regeln 2020 komplett ändern werden, würde unser Interesse verschwinden. Doch bewegt sich das Reglement in einem ähnlichen Rahmen, werden wir vermutlich weitermachen. Es ist wichtig, dass die Entwicklung der Antriebe weiter im Vordergrund steht, solang dies der Fall ist, sind wir zufrieden“, erklärte Leupen.

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Pierre Kaffer und Lucas Di Grassi geben ein Gastspiel im Ferrari

Pierre Kaffer ist der dritte Fahrer von Risi Competizione in Le Mans. Dabei unterstützt Kaffer Giancarlo Fisichella und Toni Vilander. Der Ahrweiler war bereits in den Jahren 2014 und 2015 für das Team von Giuseppe Risi in der IMSA-Meisterschaft unterwegs. Zudem errang er 2009 zusammen mit Jamie Melo und Mika Salo im Ferrari 430 von Risi den Klassensieg in der damaligen GT2-Wertung in Le Mans.

Ebenfalls einen Audi-Werksfahrer hat sich AF Corse für Le Mans gesichert. Lucas Di Grassi nimmt im Ferrari 488 mit der Startnummer einundfünfzig neben James Calado und Alessandro Pier Guidi Platz. Dagegen muss Spirit of Race auf Miguel Molina in Le Mans verzichten. Der Spanier teilt sich die Arbeit am Volant mit Davide Rigon und Sam Bird im Schwesterfahrzeug von AF Corse.

Balance of Performance wird automatisiert

In Zusammenarbeit mit den Herstellern hat der ACO und die FIA ein neues System zur Balance of Performance entwickelt. Dieser Prozess soll vollends automatisch ablaufen – und somit jede subjektive Entscheidung eliminieren. Das System basiert auf mehreren Algorithmen und den aufgezeichneten Daten aus dem FIA Datenlogger.

„Die wichtigste Frage bleibt jedoch, auf welcher Einstufung wird das neue System basieren“, gibt sich Antonello Coletta, Chef von Ferraris GT-Aktivitäten, skeptisch. „Im Endeffekt werden die Regeln für uns ersichtlicher. Es sieht jetzt nicht mehr danach aus, dass die Entscheidungen in einem Restaurant bei einem Glas Wein getroffen wurden“, sagt Frank-Steffen Walliser, seines Zeichen Chef von Porsche Motorsport.

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