Monza: Ferrari verliert Heimspiel gegen Toyota

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Toyota hat Ferrari in Monza besiegt | © FIA WEC

Ferrari hat seinen Heimrennen in der FIA World Endurance Championship gegen Toyota verloren. Von der Poleposition gestartet, gewannen Mike Conway, Kamui Kobayashi und José María López die Sechs Stunden von Monza. Die Roten mussten mit der Silbermedaille vorliebnehmen.

Bei den Sechs Stunden von Monza musste Ferrari vor heimischen Publikum eine Niederlage hinnehmen. Antonio Fuoco, Miguel Molina und Nicklas Nielsen kreuzten die Ziellinie nur als zweite Sieger, während die Toyota-Kontrahenten Mike Conway, Kamui Kobayashi und José María López, von der Poleposition losgefahren, die höchste Stufe des Podests erstiegen.

Damit revanchierte sich Toyota bei Ferrari, nachdem der Konstrukteur aus Japan beim Jahrhundertrennen außerstande, war AF Corse zu bezwingen. Die zweite Ferrari-Besatzung, welche im Juni an der Sarthe siegreich war, kam indes nicht über Platz sechs hinaus. Alessandro Pier Guidi, James Calado und Antonio Giovinazzi waren infolge einer Kollision mit dem Nummer-acht-Hypercar Toyotas schon unmittelbar nach dem Start ins Hinterfeld zurückgefallen.

Sébastien Buemi, der beim Zusammenstoß mit Ferrari-Fahrer Giovinazzi am Steuer saß, prallte anschließend noch in der Variante Ascari mit Aston-Martin-Pilot Satoshi Hoshino von D’station Racing zusammen, der in Konsequenz dessen in die Begrenzungsmauer einschlug. Die Sportkommissare wiesen Buemi die Schuld zu und erlegten dem Toyota-Athleten eine einminütige Zeitstrafe auf.

Gleichwohl vermochten Buemi, Brendon Hartley und Ryo Hirakawa, noch auf den vierten Platz vorzufahren. Staunen erregte außerdem die Leistung Peugeots; Jean-Éric Vergne, Paul di Resta and Mikkel Jensen wurden Dritte und erzielten somit das erste LMH-Podiumsresultat für die Löwen. Jensen eroberte zudem vorübergehend die Führungsposition während der Startphase, als der Däne sich an Conway vorbei bugsierte.

Corvette holt vorzeitig GTE-Am-Titel

Das Werksfahrertrio Dane Cameron, Michael Christensen und Frédéric Makowiecki komplettierte die besten Fünf und erzielten somit das beste Porsche-Resultat. Die Stallgefährten Kévin Estre, André Lotterer und Laurens Vanthoor wurden Siebente. Die Scuderia Cameron Glickenhaus schlug sich abermalig wacker; Romain Dumas, Olivier Pla und Nathanaël Berthon belegten Platz acht. Cadillac musste nach dem Le-Mans-Bronzerfolg mit Endrang zehn vorliebnehmen: Earl Bamber, Alex Lynn und Richard Westbrook landeten hinter den Team-Jota-Piloten Antonio Felix da Costa, Will Stevens und Yifei Ye im Porsche-Cockpit.

Letzterwähntes Team gewann überdies die LMP2-Wertung. David Heinemeier Hansson, Oliver Rasmussen und Pietro Fittipaldi streckten im königlichen Stadtpark Monzas die Siegertrophäe empor – und wurden zudem Gesamtelfte. Dempsey-Proton Racing triumphierte mit seinen Porsche-Lenkern Christian Ried, Julien Andlauer und Mikkel Pedersen in der GTE-Am-Klasse. Dennoch machten Ben Keating, Nico Varrone und Nicky Catsburg dank eines vierten Platzes vorzeitig den Klassentitel für Corvette klar.

Das Restprogramm der FIA World Endurance Championship umfasst nun noch zwei Wertungsläufe. Das Halbfinale – die Sechs Stunden am Fuji – findet am zweiten Septemberwochenende statt. Das Finale steigt im November in Bahrain und geht über eine Dauer von acht Stunden.