Petit Le Mans: Mazda gewinnt Abschiedsrennen, Porsche feiert Doppelerfolg

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Mazda hat sein vorerst letztes Rennen gewonnen | © IMSA

Mazda beendet sein DPi-Programm mit einem Triumph beim Petit Le Mans. Die Meisterschaft ging unterdessen an Action Express Racing. In der GTLM-Wertung holte Porsche einen Doppelsieg.

Das Mazda-Prototypenprogramm endete märchenhaft. Harry Tincknell, Oliver Jarvis und Jonathan Bomarito holten beim Saisonfinale der IMSA SportsCar Championship, dem Petit Le Mans, den Gesamtsieg. Es war das vorerst letzte Rennen von Mazda auf einer großen Motorsportbühne. Die Japaner haben das Programm eingestampft und planen keinen neuen Prototypen für 2023.

Doch nach einem Happy-Ending sah es lange Zeit nicht aus. Früh im Rennen handelte man sich drei Runden Rückstand ein, weil sich ein Stecker gelöst hatte. Durch mehrere Safetycar-Phasen kämpfte man sich in die Führungsrunde zurück und konnte so in der Schlussphase um den Sieg fahren.

Das entscheidende Manöver setzte Tincknell 22 Minuten vor dem Ende gegen Felipe Nasr. Der Braslianer fuhr zusammen mit Pipo Derani und Mike Conway den zweiten Platz nach Hause. Dieser reichte Nasr und Derani zum Gewinn der Meisterschaft. Mit Rang drei im Rennen und Platz zwei in der Meisterschaft musste sich Wayne Taylor begnügen. Filipe Albuquerque und Ricky Taylor teilten sich hier das Cockpit zusammen mit Alexander Rossi.

Über ein Drittel des Feldes fällt aus, Porsche staubt Doppelsieg in der GTLM-Klasse ab

Generell wurde das diesjährige Petit Le Mans von zahlreichen Unfällen geprägt. Den Anfang machte LMP2-Pilot Dwight Merriman, der nach einer knapper halben Stunde Fahrzeit in der letzten Kurve seinen Oreca 07 in die Reifenstapel stopfte. Gegipfelt haben die Zwischenfälle beim Restart nach knapp vier Rennstunden. Durch einen klassichen Ziehharmonikaeffekt vor der Bremsschikane der Road Atlanta fielen insgesamt sieben Autos gleichzeitig aus. Unter anderem fielen die GTLM-Meister Antonio García und Ricky Taylor dem Unfall zum Opfer. Die weiteren Beteiligten waren Turner Motorsport (BMW), Vasser Sullivan (Lexus), Inception Racing (McLaren), Korthoff Motorsport (Mercedes-AMG), Winward Racing (Mercedes-AMG), Grasser Racing (Lamborghini) und NTE Sport (Audi). Wobei NTE Sport nach einer längeren Reparatur das Rennen beenden konnte.

Der Klassensieg in der LMP2-Division ging an Tower Motorsport. James French, John Farano und Gabriel Aubry saßen hier im Oreca 07 Gibson. Der Titel ging unterdessen an Ben Keating und Mikkel Jensen, welche für PR1 Mathiasen Motorsports starteten. Bei den LMP3-Prototypen ging sowohl der Tagessieg als auch die Meisterschaft an Riley Motorsports respektive Gar Robinson.

Der letzte Klassensieg in der GTLM-Kategorie ging nach Zuffenhausen. WeatherTech Racing, die den Einsatz mit Proton Competition von zwei Porsche 911 RSR beim Petit Le Mans stemmten, holte in Georgia einen Doppelsieg. Die Porsche-Fraktion profitierte vor allem vom Rennpech bei Corvette. Neben dem oben genannten Unfall fiel auch die zweite Corvette nach einer Kollision mit dem Mazda-DPi zehn Minuten vor dem Rennende aus. Nick Tandy lag zu diesem Zeitpunkt auf Platz 2.

Porsche-Intern setzten sich Cooper MacNeil, Matt Campbell und Mathieu Jaminet gegen Frédéric Makowiecki, Kevin Estré und Michael Christensen durch. Während das Rennleben der Corvette C8.R und des Porsche 911 RSR weitergeht, war das Petit Le Mans der letzte Auftritt des BMW M8 GTE. Dieser wurde mit dem Bronzerang in die Rente geschickt. John Edwards, Jesse Krohn und Augusto Farfus saßen auf dem Münchener Boliden.

Bei den GTD-Fahrzeugen holte sich die Aston-Martin-Truppe Heart of Racing den Klassenerfolg. Ross Gunn, Roman de Angelis und Ian James steuerten den Vantage GT3. Pfaff Motorsports und Vasser Sullivan rundeten das Podest ab. Derweil reichte der Silberrang zum Titelgewinn für Pfaff Motorsports. Laurens Vanthoor und Zach Robichon krönten sich zu den GTD-Meistern.