Langstrecken-WM: Ford und BMW könnten GTE-Pro verlassen, Lotterer und Button fehlen in Sebring

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Verlassen zwei Werke die WM? | © BMW Presse

Der Langstrecken-WM drohen zwei schmerzliche Abgänge am Ende der Supersaison. Sowohl Ford als auch BMW spielen mit dem Gedanken, die GTE-Pro-Wertung zu verlassen. Derweil muss Rebellion Racing in Sebring auf André Lotterer verzichten. Und Corvette wagt den nächsten Gaststart. Ein Nachrichtenspiegel.

Ziehen sich Ford und BMW aus der GTE-Pro zurück?

Der Langstrecken-WM droht der Verlust zweier Werke in der GTE-Kategorie. Auf der einen Seite läuft das vierjährige GT-Programm von Ford mit der diesjährigen Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans aus. Statt dem werkseitigen Einsatz in der GT-Klasse plant der Hersteller den vollständigen Wechsel in die IMSA SportsCar Championship. In der nordamerikanischen Meisterschaft wolle Ford zwei DPi-Prototypen einsetzen.

Doch die offizielle Ankündigung dieses Programms steht noch aus. Auch der Zeitpunkt des Einstieges ist noch offen. Kolportiert wird ein Einstieg zur Saison 2020. Der Einstieg hängt allerdings von dem kommenden DPi-Reglement ab, welches ab der Saison 2022 gültig sein soll. Falls das kommende Reglement nicht den Vorstellungen von Ford entspräche, hat Fords Motorsport-Chef Mark Rushbrook Sportscar365 verraten, würde man keinen DPi nach dem aktuellen Reglement bauen wollen. Ein Kernpunkt des neuen Reglements soll unter anderem die Implementierung eines Einheitshybridsystems an der Vorderachse sein.

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Auf der anderen Seite läuft der Vertrag von BMW aus. Das Programm mit dem M8 GTE war ursprünglich auf zwei Jahre festgelegt. Durch die Einführung der Supersaison wurden diese zwei Jahre in einer Saison zusammengefasst. Gegenüber Sportscar365 erklärte BMW Motorsport-Chef Jens Marquardt, dass sich alle Verantwortlichen nach Le Mans zusammensetzen werden, um über die Zukunft des Programmes zu entscheiden. Angeblich herrschen Spannungen zwischen den Münchenern und dem ACO bezüglich dem Vermarktungsgrades der WM und den Kosten für die Einsätze.

Als mögliche Alternative schielt BMW ebenfalls auf das kommende DPi-Reglement. Vertreter des Herstellers nehmen ab sofort an den Konvergenzgesprächen teil und arbeiten an dem neuen Regelwerk.

Corvette absolviert weiteren Gaststart

Corvette Racing wird in Sebring ein Doppelprogramm bewältigen. Neben dem normalen Einsatz zweier C7.R bei den Zwölf Stunden Stunden von Sebring haben die Amerikaner eine einzelne C7.R für das FIA-WEC-Gastspiel in Florida gemeldet. Als Fahrer wurden Jan Magnussen, Antonio García und Mike Rockenfeller genannt.

Jackie Chan DC Racing krempelt Kader um

Wegen finanzieller Probleme, die nicht in der Hand von den Piloten liegen, hat Jackie Chan DC Racing das reine malaysische Fahrertrio Nabil Jeffri, Jazeman Jaafar und Weiron Tan austauschen müssen. Für die Läufe in Sebring und Spa-Francorchamps starten nun David Heinemeier Hansson, Jordan King und Will Stevens für die Truppe von David Cheng.