Daytona: Joest Racing fährt auf Poleposition, Acura verunfallt

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Mazda schnappte sich die Poleposition in Daytona Beach | © Mazda Motorsports

Joest Racing steht bei den 24 Stunden von Daytona auf der Polepostion. Oliver Jarvis glückte in der Qualifikation die schnellste Rundenzeit. Indes sorgte Mazda-Mitbewerber Ricky Taylor durch einen Unfall für den vorzeitigen Abbruch mit der roten Flagge. Porsche war in den GT-Klassen obenauf.

Nach zweimaliger Bestzeit in den beiden Trainingssitzungen ist Acura nicht die nottuende Steigerung in der Qualifikation zu den 24 Stunden von Daytona gelungen, um seine Stellung in der Herstellerhierarchie zu festigen. Letzten Endes musste sich das Team Penske mit den Rängen zwei und sieben in der Startaufstellung bescheiden. Obendrein verursachte Ricky Taylor einen vorzeitigen Rotabbruch.

Beim Durchfahren der Bus-Stop-Kurvenkombination büßte Taylor die Kontrolle über seinen Aucra-Prototyp ein, schlingerte in Konsequenz dessen über die Grünfläche und kollidierte frontal mit der Reifenbarriere. Nach dem Unfall kletterte Taylor zwar aus dem Cockpit seines DPi-Sportwagens, aber die Sanitäter brachten den Athleten nichtsdestoweniger zur Routineuntersuchung ins Streckenkrankenhaus.

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Die Poleposition okkupierte stattdessen Mazda mit Joest Racing. Am Lenkrad: Oliver Jarvis. Nach seinem schnellsten Umlauf stoppt die Uhr bei 1:33,711 Minuten. Sein Stallgefährte Jonathan Bomarito reihte sich an dritter Stelle ein, unterboten um 0,458 Sekunden. Acura-Widersacher Juan Pablo Montoya, welcher sich zwischen die beiden Mazda-Mitstreiter bugsierte, verzeichnete einen Rückstand von 0,443 Sekunden.

Im LMP2-Klassement ordnete sich indessen PR1 Mathiasen Motorsports an erster Stelle ein. Ben Keating bewegte seinen Oreca-Boliden innerhalb von 1:37,446 Minuten über die Road-Course-Variante des Rundkurses in Florida Beach. An zweiter Stelle klassierte sich DragonSpeed-Markenkollege Henrik Hedman, welcher die Bestzeit seines Konkurrenten um 0,282 Sekunden verfehlte.

Porsche erzielt GT-Bestzeiten

In der GTLM-Wertung unterlag Corvette den Porsche-Kontrahenten. Schlussendlich beanspruchte der Konstrukteur aus Stuttgart-Zuffenhausen die vorderen beiden Ränge in der Startaufstellung. Im innerbetrieblichen Wettstreit behauptete sich Nick Tandy, welcher floridianischen Rundkurs im allerletzten Anlauf binnen 1:42,207 Minuten meisterte, gegenüber Laurens Vanthoor – geschlagen um neunundvierzig Tausendstelsekunden.

Die GM-Delegation in Gelb musste folglich mit den Plätzen drei und vier vorliebnehmen. Antonio García ordnete sich vor seinem Markenkollegen Tommy Milner ein – Ersterwähntem fehlten 0,338 Sekunden zum Klassenprimus, Letztgenannten trennten 0,594 Sekunden von der Referenzmarke. Die Bayerischen Motorenwerke landeten auf den Plätzen fünf und sechs. Philipp Eng lag 0,734 Sekunden zurück, während John Edwards einen Abstand von 0,882 Sekunden verzeichnete.

In der GTD-Kategorie war Pfaff Motorsports tonangebend. Porsche-Pilot Zacharie Robichon überquerte die Kombination aus Oval und Infield binnen 1:45,237 Minuten, was zur Poleposition hinreichte. Platz zwei belegte Ferrari-Fahrer Jeff Westphal, der für die Scuderia Corsa im Einsatz ist. Die Differenz zum Klassenbesten: 0,476 Sekunden. Dritter wurde Acura-Athlet Trent Hindman, der für Meyer Shank Racing antritt. Das Delta zur Bestmarke: exakt sechs Zehntelsekunden.

Nach der Qualifikation steht den Teilnehmern der IMSA SportsCar Championship eine weitere anderthalbstündige Nachttrainingseinheit zur Verfügung, um sich auch bei Dunkelheit auf dem Daytona International Speedway zu orientieren. Während eines sechzigminütigen Abschlusstrainings am Freitagmittag – Ortszeit – können die Rennställe schließlich ihre Vorbereitungen auf den Saisonauftakt abschließen.