ADAC GT Masters: Kelvin van der Linde muss Zehntausend-Euro-Geldstrafe zahlen

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Die Sportkommissare geben Kelvin van der Linde die Alleinschuld für den Startunfall | © Gruppe C

Die Regelwächter lasten Kelvin van der Linde an, die alleinige Schuld für die Massenkollision beim ADAC-GT-Masters-Sonntagslauf in Oschersleben zu tragen. Daher ahnden die Sportkommissare das Vergehen mit einer Geldstrafe in Höhe von zehntausend Euro.

Die Sportkommissare legen Kelvin van der Linde zur Last, Verursacher der Massenkarambolage beim Start zum ADAC-GT-Masters-Sonntagsrennen in der Motorsport-Arena Oschersleben zu sein. Daher haben die Regelwächter eine Geldstrafe in Höhe von zehntausend Euro über den Audi-Piloten verhängt. Eine Analyse des Videomaterials habe die alleinige Schuld des Rutronik-Racing-Fahrers zutage gefördert, was den Stewards Anlass zu dieser Entscheidung gab.

Von Position elf beginnend, verließ van der Linde noch vor dem Überqueren der Start-Ziel-Linie seine Spur in der Startformation, wobei der Audi-Athlet auf den Grünstreifen geriet. Da im selben Moment Porsche-Pilot Mathieu Jaminet ebenfalls ausscherte, machte sich van der Linde daran, abermalig die Linie zu wechseln, wobei der Johannesburger die Kontrolle über seinen Audi-Sportwagen verlor.

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In Konsequenz dessen kollidierte van der Linde zunächst mit Lamborghini-Kontrahent Tim Zimmermann von Grasser Racing, welcher wiederum gegen Audi-Mitstreiter Christopher Mies von Land-Motorsport prallte. Der hinterfahrende BMW-Fahrer Joel Eriksson – für Schubert Motorsport im Einsatz – vermochte daraufhin nicht mehr auszuweichen und stieß ebenfalls mit van der Linde zusammen.

Die Rennleitung unterbrach den Finallauf mit der roten Flagge. Der Lapsus van der Linde machte obendrein sämtliche Aussichten zuschanden, im letzten Gefecht der Saison noch den Titel zu erringen. Denn van der Linde und sein Stallgefährte Patric Niederhauser rangierten auf dem zweiten Platz der Fahrertabelle, konnte jedoch nach der Wiederaufnahme der Wettfahrt wegen der davongetragen Schäden nicht antreten.

Unterdes war van der Linde nicht der einzige Teilnehmer, der an diesem Wochenende eine Geldstrafe hinnehmen musste. An dritter Stelle liegend, schwenkte Christian Engelhart zum Pflichtstopp in die Boxengasse ein und hatte bereits zuvor die Gurte gelockert, womit der Porsche-Pilot einen Regelverstoß beging. Gleichwohl verzichtete die Rennleitung auf ein Einschreiten in den Meisterschaftskampf, überantwortete den Vorfall den Sportkommissaren, welche eine Zweitausend-Euro-Geldstrafe aussprachen.