Laguna Seca 8: Manthey-Racing sagt Teilnahme ab

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Manthey-Racing fehlt beim IGTC-Finale in Laguna Seca | © 1VIER.COM

Manthey-Racing hat den Entschluss gefasst, wegen der bisherigen Misserfolge in der Intercontinental GT Challenge auf die Teilnahme am Finale zu verzichten. Stattdessen repräsentiert höchstwahrscheinlich nur Wright Motorsports die Marke Porsche bei den Acht Stunden von Laguna Seca.

Aufgrund der bisherigen Erfolgslosigkeit in der Intercontinental GT Challenge hat Porsche entschieden, trotz einer Saisoneinschreibung seine werksseitige Teilnahme am Finale abzusagen. Daher ist Manthey-Racing beim Acht-Stunden-Rennen von Laguna Seca am letzten Oktoberwochenende nicht mit von der Partie. Stattdessen gewährt der Stuttgarter Konstrukteur nur einer Privatmannschaft personelle Unterstützung.

Höchstwahrscheinlich repräsentiert Wright Motorsports demnach die Marke aus der Kapitale Baden-Württembergs bei der Endrunde in Kalifornien, womit sich für Frédéric Makowiecki, Dirk Werner und Romain Dumas die Gelegenheit ergibt, dennoch den letzten Lauf des globalen Wettbewerbs zu bestreiten. Somit schultert Porsche erstmals in der diesjährigen Saison einen Einzeleinsatz, nachdem die Traditionsmarke bis dato stets zwei Nennungen in der Profiwertung einreichte.

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Allerdings war Porsche im voraufgehenden Saisonverlauf kein Erfolg vergönnt. Zunächst begann das Stammfahrertrio das Jahr bei den Zwölf Stunden von Bathurst zwar mit Platz sechs, musste sich bei den 24 Stunden von Spa-Francorchamps dahingegen mit dem neunundzwanzigsten Gesamtrang bescheiden. Die Zehn Stunden von Suzuka beendete Manthey-Racing an zwölfter Stelle. Darum ist Porsche nun außerstande, noch um den IGTC-Titel zu kämpfen.

Frank-Steffen Walliser: „Eine Menge gelernt, keineswegs eine Menge erreicht“

Dementsprechend formuliert die Chefetage ein desillusioniertes Zwischenfazit nach drei Vierteln der Saison. „Wir haben eine Menge gelernt, aber keineswegs eine Menge erreicht“, räumt Porsche-Motorsportchef Frank-Steffen Walliser gegenüber Sportscar365 ein. „Wir haben die Pläne ein klein wenig geändert und entschieden, wie auch schon in der Vergangenheit mit einem Kundenrennstall anzutreten.“

Zurzeit ist überdies noch keine Entscheidung über die Weiterführung des Engagements in der Intercontinental GT Challenge gefallen. Denn die Nachfrage der Kundengespanne nach dem neuen GT3-Neunelfer sei enorm, weshalb Porsche zureichend Unterstützung leisten wolle – auch personell mit Werkspiloten. Daher evaluiere der Hersteller aus Stuttgart-Zuffenhausen im Augenblick, welche Programme künftig ausscheiden.

Walliser selbst goutiert derweil das Konzept, das die SRO-Gruppe für die Intercontinental GT Challenge ersonnen hat, und befürwortet eine neuerliche Teilnahme. „Ich würde gerne, da ich weiterhin glaube, die Serie mit ihrem Format von vier und fünf ist wirklich gut“, meint der Koordinator der GT-Einsätze Porsches. „Ich denke, die SRO arbeiten intensiv, um die Serien auf der ganzen Welt zu strukturieren.“