Bathurst 12: Audi gewinnt nach Rotabbruch

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Das W Racing Team gewann in Down Under | © Audi MediaCenter

Das W Racing Team hat das Zwölf-Stunden-Rennen von Bathurst gewonnen. Robin Frijns, Dries Vanthoor und Stuart Leonard sind die siegreichen Piloten. SunEnergy1 Racing eroberte die zweite Position. Komplettiert haben das Podium die Mannen von Black Swan Racing. 

Das W Racing Team hat sich in einem ereignisreichen Zwölf-Stunden-Rennen von Bathurst durchgesetzt. Der Wettbewerb wurde durch unzählige Neutralisierungen unterbrochen – fünf Minuten vor Schluss sogar abgebrochen. Am Ende siegten Robin Frijns, Dries Vanthoor und Stuart Leonard.

Knapp geschlagen wurde SunEnergy1 Racing. Für den Mercedes-AMG-Rennstall drehten Kenny Habul, Tristan Vautier, Jamie Whincup und Raffaele Marciello am Steuer. Den Bronzerang ergatterte Black Swan Racing. Tim Pappas, Jeroen Bleekemolen, Luca Stolz und Marc Lieb gewannen darüber hinaus die Pro-Am-Kategorie.

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Bereits in der ersten Rennrunde zeichnete sich ab, dass das Safety Car viel zu tun haben wird. Ein Mazda von Marc Cars flog in der letzten Kurve vor der Startlinie ab und musste geborgen werden. Danach entwickelte sich eine Strategieschlacht und ein Favoritensterben. Welches Team stoppt während der unzähligen Safety-Car-Phasen, welches nimmt lieber die bessere Feldposition hinter dem Führungsfahrzeug ein?

Viele favorisierte Mannschaften fielen Unfällen und technischen Ausfällen zum Opfer. Früh musste sich einer der Geheimfavoriten, der McLaren 650S GT3 von YNA Autosport, aus der Spitzengruppe verabschieden. Der britische Sportwagen überhitzte bei Fahrten im dichten Verkehr – bei fünfzig Fahrzeugen auf einer sieben Kilometer langen Strecke ein elementares Problem.

Schwerer Unfall überschattet das Ende

Unterdessen lief die Abschiedsvorstellung des Benley Continental GT3 der ersten Generation nicht wie geplant. Bereits bei der Anreise hatten die Bentley Boys mit erheblichen Verzögerungen zu kämpfen. Dieses Pech zog sich wie ein roter Faden durch das Wochenende der Briten. Im Rennen musste am Sportwagen mit der Startnummer achtzehn das Getriebe gewechselt werden, während das Schwesterfahrzeug drei Stunden vor Schluss im Kampf um die Führung mit einem Cup-Porsche, dem BMW von Schnitzer Motorsport und dem Porsche von Craft Bamboo Racing kollidierte.

Lange Zeit kämpfte das heimische Audi-Team Jamec Pem Racing um die Führung. Zeitweise hielt man sogar eine Doppelführung inne. Doch vier Stunden vor Schluss leistete sich Kelvin van der Linde einen Fehler beim Überrunden und machte unfreiwillig Kontakt mit der Streckenbegrenzung. Das favorisierte Trio Christopher Mies, Christopher Haase und Markus Winkelhock rollte mit einem technischen Defekt, in Führung liegend, aus.

Zwölf Minuten vor Schluss ereignete sich in der Kurve Sulman Park ein schwerer Unfall welcher später den Rennabbruch nach sich zog. Was war passiert? Der Audi R8 LMS mit der Startnummer neunundsechzig stieß mit einem Marc Car von Mazda zusammen. Dabei blieb der Audi auf der Ideallinie liegen. Da der Abschnitt Sulman Park blind und mit Vollgas gefahren wird, krachte der Mercedes-AMG GT3 von Nineteen Corp P/L ohne abzubremsen in die Seite des Audis. Glücklicherweise konnten alle Piloten selbständig aussteigen. Zur Vorsicht wurden sie ins Medical Center gebracht. An dieser Stelle muss die Sicherheit der GT3-Fahrzeuge gelobt werden.

Rennleitung beschließt Abbruch

Weil sich so viele Wrackteile auf der Strecke befanden, entschied die Rennleitung das Rennen vorzeitig zu beenden. Somit siegte das W Racing Team vor SunEnergy1 Racing und Black Swan Racing. Competition Motorsports gelang der Sprung auf den vierte Rang. David Calvert-Jones, Patrick Long, Matt Campbell und Alex Davison bewegten diesen Porsche 911 GT3 R.

Als Fünfte wurden die Mannen von Craft Bamboo Racing gewertet. Earl Bamber, Kévin Estre und Laurens Vanthoor saßen am Steuer dieses Elfers. Manthey-Racing beendete seine Premiere in Australien auf Rang sechs. Romain Dumas, Frédéric Makowiecki und Dirk Werner, welche ebenfalls alle Neulinge in Bathurst waren, sammelten sogar viele Führungskilometer. Die Mannschaft von Olaf Manthey war nicht die schnellste Mannschaft, überzeugte jedoch durch einen hervorragenden Verbrauch. Teilweise fuhr man sechs Runden mehr mit einer Tankfüllung als die Konkurrenz.

Strakka Racing beendete den Saisonautakt der Intercontinental GT Challenge auf Rang sieben. Nick Leventis, Lewis Williamson, Cameron Waters und David Fumanelli teilten sich die Arbeit hinter dem Volant des AMG GT. Trofeo Motorsport hievte seinen Lamborghini Huracán GT3 auf die achte Gesamtposition. Jim Manolios, Ryan Millier, Ivan Capelli und Dean Canto bändigten diesen Stier. Komplettiert wurden die besten Zehn durch die BMW-Equipe von SRM und der Pro-Am-Besatzung von YNA Autosport.