N’ring 24: ADAC Nordrhein bestätigt erneute Balance-of-Performance-Änderung

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Mehr Leistung für den Porsche 991 GT3 R | © Ralf Kieven (1VIER.com)

Das zuständige Technikgremium hat abermalig die Balance of Performance für das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring angepasst. Die Fahrzeugeinstufung gesteht dem Porsche 991 GT3 ein Leistungsplus zu, bürdet dem Mercedes-AMG GT3 allerdings Zusatzballast auf. Vornehmlich betreffen die Änderungen jedoch das Tankvolumen und die Kraftstofffüllmenge.

Nach dem Qualifikationsrennen hat der zuständige Technikausschuss abermals die Balance of Performance für die 24 Stunden auf dem Nürburgring modifiziert. Das Hauptgewicht der Anpassungen liegt auf der Veränderung der Tankvolumina und der Kraftstofffüllmenge, welche beinahe sämtliche GT3-Sportwagen der SP9-Wertung betreffen. Hinsichtlich der Motorleistung und der Fahrzeugmasse nahmen die Regelwächter dahingegen nur punktuell Korrekturen vor.

In diesem Bereich geht unter anderem Porsche als Nutznießer der überarbeiteten Balance of Performance hervor. Denn das BoP-Korrektiv billigt dem Porsche 991 GT3 einen größeren Luftmengenbegrenzer zu, dessen Durchmesser nunmehr zweimal 35,5 anstatt der zuvor herabgeminderten 35,0 Millimeter beträgt. Aus dieser Änderung resultiert folglich auch eine höhere Maximalleistung, die der Elfer auf dem Prüfstand erbringen darf: nämlich 505 Pferdestärke – 525 auf Rollen.

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Demgegenüber rührt die aktualisierte Balance of Performance nicht an der Leistungskonfiguration des Mercedes-AMG GT3, welcher nach den beiden VLN-Läufen von den Modifikationen profitierte. Überdies reduzierte die erneuerte Balance of Performance den maximal genehmigten Ladedruck des BMW M6 GT3 auf 1 715 Millibar, erhöhte jenen des Ferrari 488 GT3 auf 1 560 Millibar. Damit ergibt sich bei beiden Modellen ein Leistung auf dem Prüfstand von 495 und 515 Pferdestärken.

Zusatzballast für BMW, Mercedes-AMG und Ferrari

Darüber hinaus schreibt die Balance of Performance die Verringerung des Tankvolumens bei zahlreichen Gefährten fest: Audi R8 LMS (fünf Liter), Audi R8 LMS ultra (fünf Liter), BMW M6 GT3 (vier Liter), BMW Z4 GT3 (zehn Liter), Mercedes-AMG GT3 (zwei Liter), Lamborghini Huracán GT3 (fünf Liter). Den Bentley Continental GT3, den Ferrari 488 GT3 sowie den Mercedes-Benz SLS AMG GT3 tangieren diese Abänderungen wiederum nicht.

Was die Kraftstofffüllmenge anbelangt, räumt die Balance of Performance dem Audi R8 LMS (ein Liter), dem Audi R8 LMS ultra (ein Liter) sowie Lamborghini Huracán GT3 (ein Liter) einen Bonus ein. Auf den BMW M6 GT3 (drei Liter), den BMW Z4 GT3 (vier Liter) sowie den Mercedes-Benz SLS AMG GT3 (zwei Liter) wirken sich die Überarbeitungen wiederum negativ aus. Unverändert bleiben die Werte beim Bentley Continental GT3, dem Ferrari 488 GT3, dem Mercedes-AMG GT3 und dem Porsche 991 GT3 R.

Zudem gereicht die angepasste Balance of Performance sowohl dem BMW M6 GT3 als auch dem Mercedes-AMG GT3 zu einem Nachteil im Hinblick auf die Fahrzeugmasse. Denn das BoP-Korrektiv bürdet dem Sechser und dem Silberpfeil zehn Kilogramm Zusatzballast auf. Selbiges gilt für den Ferrari 488 GT3, welchem die Balance of Performance gleichermaßen ein zusätzliches Gewicht von zehn Kilogramm auferlegt.

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