NLS: Phoenix Racing gewinnt Finale, Adrenalin Motorsport erneut Meister

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Phoenix Racing gewann den Münsterlandpokal | © Ralf Kieven (1Vier.com)

Phoenix Racing hat das Finale der NLS für sich entschieden. Vincent Kolb und Frank Stippler waren die siegreichen Piloten. Falken Motorsports und Konrad Motorsport komplettierten das Podest. Unterdessen krönte sich wieder Adrenalin Motorsport zum Meister.

Vincent Kolb und Frank Stippler haben den Münsterlandpokal gewonnen. Für Kolb war es der erste NLS-Gesamtsieg. Der Jungprofi von Phoenix Racing fasst den verrückten Renntag wie folgt zusammen:„ Das war ein ziemlich chaotischer Tag, verkürztes Qualifying, verkürztes Rennen, bei uns lief es dann auch durchwachsen. Aber, mit ein bisschen Glück und Pech bei den anderen hat es zum Sieg gereicht. Nach dreieinhalb Jahren harter Arbeit wurden wir belohnt.“

„Das war heute extrem holprig für uns. Ich bin in meinem letzten Stint immer hängen geblieben, während der Lambo dann gerade noch durchrutschen konnte. Dass es am Ende trotzdem gelangt hat, freut mich vor allem für Vincent. Das ist eine schöne Entwicklung, das hat er sich verdient, wenngleich man eigentlich so nicht gewinnen will. Aber, wir bleiben am Ball, und vielleicht schaffen wir es im nächsten Jahr dann mal aus eigener Kraft“, ergänzte Stippler.

Die weiteren Podestplätze gingen an Falken Motorsports und Konrad Motorsport. Beide Mannschaften fielen aufgrund später Zeitstrafen hinter Phoenix Racing zurück. Die Strafen wurden ausgesprochen, weil beide Teams Überholvorgänge während einer gelben Flagge durchführten.

„Es war sehr viel Aktion auf der Strecke. Für die Zuschauer war es mega, das war ein cooles Rennen der GT3. Wenn da was gewesen sein sollte, müssen wir uns das erst mal anschauen. Für uns haben wir die Ziellinie als Erster überquert“, sagte Martin Ragginger ein wenig trotzig. Teamkollege Sven Müller, der sich nach dem Start gleich von Platz neun auf drei vorarbeiten konnte, pflichtete ihm bei: „Speziell am Start haben wir gut angreifen können. Der erste Stint war der Beste, den ich bisher auf der Nordschleife hatte. Die paar Führungskilometer später waren auch sehr cool. Es war ein spannendes Rennen. Manchmal ist da im toten Winkel eine gelbe Flagge, ich glaube es aber erst, wenn ich es auf der Onboard gesehen habe.“

Dramatisches Finale um die NLS-Meisterschaft

„Wir akzeptieren die Strafen, die Rennkommissare treffen die Entscheidungen. Ich bin trotzdem sehr glücklich. Pole Position geholt und Platz drei bei meiner Rückkehr zur Nordschleife ist sicher keine schlechte Bilanz für diesen Tag. Großen Dank an Axcil Jefferies, der mich kurzfristig mit ins Auto geholt hat. Ich freue mich schon auf ein Wiedersehen“, sagte Lamborghini-Pilot Jordan Pepper.

Derweil ging die Meisterschaft erneut an Adrenalin Motorsport. Danny Brink und Philipp Leisen krönten sich nach 2018 und 2020 zum dritten Mal zum NLS-Meister. Das Duo aus der V4-Wertung, welches mit Christopher Rink antrat, profitierte von Fehlern der Konkurrenz.

81 Minuten vor dem Rennende des verkürzten neunten Wertungslaufs wurden Rink, Philipp Stahlschmidt und Daniel Zils aus dem Meisterschaftskampf gerissen. Das Trio ist in der VT2 aktiv und musste einen Reifenschaden an ihrem BMW 330i hinnehmen. Dadurch rückten Daniel Blickle, Tim Scheerbarth und Max Kronberg nach und waren auf Meisterschaftskurs. Doch beim letzten Boxenstopp war man 1,8 Sekunden zu schnell bei der Mannschaft von W&S Motorsport, weshalb man nochmal stoppen musste. Danach war der Weg frei für die späteren Meister.

„Das ist unglaublich, einfach unglaublich. Ich bin heute morgen völlig ohne Erwartungen hierhin gekommen. Wir sind total unbekümmert und frei gefahren. Für mich war eigentlich klar, dass das nicht mehr funktionieren kann. Wir haben uns letztlich einen Fehler weniger erlaubt als die anderen“, jubelierte Philipp Leisen.