LMDh: Eckpfeiler des Reglements veröffentlicht, Porsche evaluiert Einstieg

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Kehrt Porsche mit einem Prototypen zurück? | © Porsche Media

Die Verantwortlichen der IMSA und der Langstrecken-WM haben am heutigen Donnerstag die Eckpfeiler des kommenden LMDh-Reglements präsentiert. Die Fahrzeuge müssen mindestens 1030 Kilogramm wiegen und leisten maximal 500 kW. Derweil hat Porsche den Evaluierungsprozess gestartet.

Der ACO, die FIA und die IMSA haben heute in einem gemeinsamen Presseschreiben die Eckdaten des kommenden LMDh-Regelwerkes präsentiert. Das Regelwerk der LMDh soll 2022 in Kraft treten. Homologierte Fahrzeuge dürfen dann sowohl an der Langstrecken-WM als auch der IMSA SportsCar Championship teilnehmen. Gleiches gilt für die Le Mans Hypercars.

Die LMDh-Kategorie wird eine kostenbegrenzte Klasse sein. Alle Fahrzeuge der Klasse werden auf der Basis der neuen LMP2-Klasse entstehen. Bei den LMP2-Konstrukteuren gibt es keine Veränderungen. Dallara, Ligier, Multimatic und Oreca werden weiterhin die Exklusivrechte besitzen. Allerdings dürfen laut Reglement nur Mainstream-Hersteller ein LMDh bauen. Was dies für mögliche private Einschreibungen wie Glickenhaus oder ByKolles bedeutet, ist ungewiss.

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Für ein LMDh gelten folgende Grundsätze: Hersteller dürfen ihr LMDh branden und das Bodywork dementsprechend anpassen. Darüber hinaus dürfen eigene Verbrennungsmotoren genutzt werden. Das Hybridsystem, welches auf der Hinterachse zum Einsatz kommt, ist standardisiert. Die Mindesthomologation beträgt fünf Jahre.

Insgesamt müssen LMDh-Fahrzeuge 1030 Kilogramm wiegen und leisten maximal 500 kW (kombiniert aus Verbrenner und Hybridsystem). Die Bodyworks sollen eine identische aerodynamische Performance besitzen. Dazu soll es nur einen Einheitsreifenhersteller geben. Abgerundet wird das Reglement durch eine globale Balance of Performance, die Hypercars und LMDh-Fahrzeuge auf ein Niveau heben soll.

Die Leistung der Hypercars wurden auf 566 kW Systemleistung und ein Mindestgewicht von 1100 Kilogramm festgelegt. Ob nun nochmals eine Anpassung erfolgt, wurde nicht gesagt.

Porsche beginnt LMDh-Studie

Gegenüber unseren Kollegen von Sportscar365 hat Fritz Enziger bestätigt, dass eine Studie bezüglich eines LMDh-Prototypen gestartet wurde. „Der ACO und die IMSA haben unsere Erwartungen erfüllt. Es ist nun möglich mit einem Fahrzeug um Gesamtsiege bei den wichtigsten Langstreckenserien zu fahren“, so der Motorsportchef von Porsche.