Langstrecken-WM: BMW beendet GTE-Pro-Programm

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BMW verschwindet nach einer Saison wieder | © Kevin Pecks (1VIER.COM)

Was schon längere Zeit als Gerücht durch Fahrerlager dieser Welt kursierte, hat BMW nun offiziell bestätigt. Die Münchener verlassen nach den 24 Stunden von Le Mans die GTE-Klasse der Langstrecken-WM.

BMW verlässt nach nur einer Saison wieder die Langstrecken-WM. Nach den diesjährigen 24 Stunden von Le Mans beendet der Münchener Autobauer sein Engagement in der GTE-Pro-Kategorie. Stattdessen möchte sich der Hersteller auf die DTM, die IMSA SportsCar Championship, die Formel E und den Kundensport konzentrieren. In allen Serien bezieht BMW sich auf die neue Konzernstrategie Number ONE Next.

„In der WEC werden wir zukünftig nicht mehr antreten. Die 24 Stunden von Le Mans im Juni sind für uns daher zum Abschluss noch einmal ein Highlight – ganz so wie 2018, als wir dort die erfolgreiche Weltpremiere des BMW 8er Coupé gefeiert haben“, erklärt BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt.

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Eine Fortführung würde der neuen Unternehmensausrichtung widersprechen. „Die weltumspannende Präsenz des BMW M Motorsports ist durch den Kundensport und die DTM in Asien und Europa sowie durch die IMSA-Serie in Nordamerika auch ohne die Teilnahme an einer Weltmeisterschaft sichergestellt“, führt Marquardt aus. „Wir bedanken uns beim BMW Team MTEK für den Einsatz in den vergangenen Jahren. Außerdem wünschen wir der WEC alles Gute und hoffen, dass sie sich gut weiterentwickeln wird.“

Ganz verschwinden wird der M8 GTE nicht, da BMW das IMSA-Programm fortführt. „Die IMSA nimmt für uns in Nordamerika eine zentrale Rolle ein und entwickelt sich gut. Die USA sind der wichtigste Markt für BMW M Automobile. So ist es sehr passend, dort mit dem BMW M8 GTE eine direkte Brücke zu unseren Serienmodellen zu schlagen“, sagt Marquardt, der darüber hinaus bestätigt, dass ein Nachfolger für den M6 GT3 bereits in Planung sei.