VLN: Technikausschuss überarbeitet Balance of Performance für Lauf zwei

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Mehr Masse und weniger Leistung für den Lamborghini-Kampfstier | © Ralf Kieven (1VIER.COM)

Der VLN-Technikausschuss hat die Balance of Performance für das DMV-Vier-Stunden-Rennen modifiziert. Die Hauptänderungen betreffen Audi und Lamborghini, aber auch für Mercedes-AMG, Nissan und die Chrysler Viper schreibt die angepasste Fahrzeugeinstufung andere Restriktordimensionen vor.

Das Technikgremium der VLN-Langstreckenmeisterschaft hat die Balance of Performance für das DMV-Vier-Stunden-Rennen am übernächsten Wochenende überarbeitet. Die Justierungen an den Fahrzeugeinstufungen betreffen zuvörderst zwei Abordnungen des VAG-Konzerns: Audi und Lamborghini, denen das BoP-Korrektiv einerseits Zusatzmasse auferlegt, anderseits aber einen größeren Restriktor zuerkennt.

Demnach muss der Audi R8 LMS Evo zusätzliche fünfzehn Kilogramm auf die Waage bringen, erhält zur Kompensation jedoch ein Millimeter größere Restriktoren. Dem Lamborghini Huracán GT3 des italienischen Schwesterkonstrukteurs bürdet die Balance of Performance wiederum nur zehn Kilogramm auf, genehmigt ferner einen halben Millimeter größere Luftmengenbegrenzer.

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Darüber hinaus haben die Regelwächter weitere Anpassungen an den Restriktorgrößen vorgenommen. Dem Mercedes-AMG GT3 teilen die Technikkommissare ebenfalls einen halben Millimeter größere Restriktoren zu, was jedoch keine Leistungsänderung zeitigt. Dahingegen verringert sich der Durchmesser bei der Chrysler Viper GT3-R um beträchtliche drei, beim Nissan GT-R Nismo GT3 um 0,3 Millimeter.

Allerdings bekommt Godzilla einen zusätzlichen Ladedruck von fünfundzwanzig Millibar. Somit ergibt sich ein Leistungszuwachs von sieben Pferdestärken für den japanischen Sportwagens. Ungeachtet der Restriktorverkleinerung erhält die Giftschlange ein Leistungsbonus von dreiundzwanzig Pferderstärken. Andersherum wiederum beim Lamborghini-Kampfstier, der trotz größeren Luftmengenbegrenzer eine Leistungseinbuße von zwei Pferdestärken hinnehmen muss.

Überdies schreibt das Balance-of-Performance-Bulletin auch eine SPX-Konfiguration des Mercedes-AMG GT3 fest. Dabei sind die Werte jedoch identisch mit der SP9-Spezifikation. Das Mindestgewicht beträgt 1 360 Kilogramm, das maximale Kraftstoffvolumen 117 Liter, während die Füllmenge auf 114 Liter begrenzt ist. Auch die Restriktoren haben dieselbe Dimension von zweimal dreiunddreißig Millimeter. Demgegenüber fehlt der Aston Martin Vantage AMR GT3 in der SP9-Auflistung.