ADAC GT Masters: Yaco Racing verlässt den Wettbewerb

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Yaco Racing steigt aus dem ADAC GT Masters aus | © Gruppe C

Nach siebenjährigem Engagement hat Yaco Racing beschlossen, sich aus dem ADAC GT Masters zurückzuziehen. Den Ausstieg begründet die Plauener Mannschaft mit verschiedenen Fehlentwicklungen: wachsende Budgets, die Herstellerpolitik sowie die rabiate Gangart der Mitbewerber.

Yaco Racing hat den Entschluss gefasst, das ADAC GT Masters zu verlassen. Die Sprintserie habe ihren „ursprünglichen Charakter“ eingebüßt, weshalb die Audi-Mannschaft in diesem Jahr keine Nennung eingereicht hat. In einer Stellungnahme, veröffentlicht im Facebook-Kanal des Rennstalls, begründet Yaco Racing sein Forfait nicht nur mit einem Kostenanstieg, sondern kritisiert überdies die „intensive Einflussnahme der Werke“ und „geradezu rücksichtslose Fahrweisen“.

Diese Faktoren führten letzten Endes zur einer Verdrängung der privaten Mannschaften im ADAC GT Masters, was wiederum der Rückzug weiterer Mitstreiter belege. Obwohl Yaco Racing „schöne und erfolgreiche Jahre“ in dem nationalen Sprintwettbewerb verbracht habe, hätte das Engagement aufgrund der geschilderten Situation zuletzt keine Freude bereitet. Zumal die Plauener Mannschaft jenen Aspekt stets priorisiert habe.

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Nichtsdestoweniger schließe Yaco Racing eine eventuelle Wiederkehr nicht aus, sofern die Organisatoren künftig den Anliegen der kleinen Teams Genüge täten. Darum hoffe Yaco Racing auf „ein Umdenken seitens des Veranstalters“. Unterdessen prüft die südwestsächsische Equipe die Möglichkeit, ein alternatives Programm für die diesjährige Saison im Sportwagensektor zu schultern.

Das Ensemble von Yaco Racing war insgesamt sieben Jahre Bestandteil des ADAC GT Masters. In der vergangenen Saison fügte sich das Fahrerdoppel zum fünften Mal in Folge aus Rahel Frey und Philip Geipel zusammen. Während des Langzeitengagements im ADAC GT Masters, welches die meisten Audi-Einsätze in der Wettbewerbshistorie umfasste, erstritt Yaco Racing zweimal den Tagessieg.