Le Mans: Balance of Performance der GTE-Pro umfangreich überarbeitet

496
Den BMW M8 GTE belastet die neue BoP | © BMW Presse

Das Veranstaltertandem ACO und FIA hat umfassende Änderungen an der Balance of Performance der GTE-Pro-Kategorie bestätigt. Fünf der sechs Konstrukteure sind von der Überarbeitung betroffen. Lediglich die Einstufung des Porsche 911 RSR ändert sich nicht.

Unmittelbar vor dem Veranstaltungsbeginn haben ACO und FIA die Balance of Performance für die GTE-Pro-Liga bei den 24 Stunden von Le Mans abermalig modifiziert. Die Überarbeitung der Spezifikationen betrifft fünf der sechs Marken – allein die Einstufung Porsches bleibt unverändert. Die Justierungen umfassen sowohl die Tankvolumina und die Fahrzeugmassen als auch den Ladedruck der Sportwagen mit Turbomotoren.

Dem brandneuen Aston Martin Vantage AMR, welcher sich bei den bisherigen Standortbestimmungen im Hintertreffen befand, konzediert das BoP-Korrektiv demgemäß zusätzliche vier Liter Kraftstoff, wohingegen der BMW M8 GTE und der Ford GT mit einer Verringerung der Tankkapazität um vier respektive zwei Liter am Training und der Qualifikation auf dem Circuit de la Sarthe teilnehmen müssen.

- Anzeige -

Hinsichtlich des Kampfgewichtes profitiert der Ford GT von einer Gewichtsreduktion um dreizehn Kilogramm. Demgegenüber bürdet die Korrektur der Balance of Performance der Corvette C7.R ein Zusatzballast von zehn Kilogramm auf, während der BMW M8 GTE mit weiteren dreizehn Kilogramm starten muss. Derweil gereichen dem Aston Martin Vantage AMR die Bearbeitungen des Ladedrucks zum Nutzen.

Der britische Supersportwagen erhält vierzig Millibar mehr Ladedruck – beim BMW M8 GTE und dem Ferrari 488 GTE Evo sind es jeweils zehn Millibar. Dementgegen muss Ford bei seinem GT-Gefährt eine Herabsenkung des Ladedrucks um zehn Millibar akzeptieren. In der GTE-Am-Division erschöpfen sich die Neuerungen in einer Vergrößerung des Tankvolumens um zwei Litern beim Aston Martin Vantage GTE.

Kurzfristige Modifikationen an der Balance of Performance sind keine Besonderheit. Während der vergangenen beiden Ausgaben des Langstreckenklassikers im Nordwesten Frankreichs intervenierten ACO und FIA sogar noch nach der Qualifikation, um den Versuch zu unternehmen, das Kräfteverhältnis zu nivellieren. Daher schließen die Organisatoren keineswegs aus, bis Samstagnachmittag abermalig einzugreifen.