Langstrecken-WM: McLaren befürwortet GTP-Idee, Jenson Button testet BR1

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Kehrt McLaren nach Le Mans zurück? | © McLaren Press

Die Möglichkeit, mit einem gesamtsiegfähigen GTP-Sportwagen zu starten, könnte McLaren zu einem Le-Mans-Start ermuntern. Derweil hat der ACO den vormaligen Rekordsieger Jacky Ickx zum Grand Marshal ernannt. Ferner unternahm Jenson Button seine erste LMP1-Probefahrt. Ein Nachrichtenspiegel.

McLaren findet Gefallen an GTP-Idee

Augenscheinlich trägt sich McLaren mit der Idee, nach der Einführung eines neuen Regelwerks ein Le-Mans-Programm zu schultern. Die Traditionsmarke aus dem Vereinigten Königreich evaluiert derzeit ein eventuelles Programm, sofern ACO und FIA tatsächlich ein GTP-Konzept verwirklichen, welches zumindest optisch die Verwandtschaft zwischen Serienproduktion und Prototypen herausstellt.

Solch ein Regularium sei durchaus „fesselnd“, meint Geschäftsführer Zak Brown, welcher sich während des Großen Preises von Spanien zu solch einem Vorhaben äußerte. „Wir würden in Betracht ziehen, den neuen – wie auch immer die Bezeichnung lauten wird – GTP, die Silhouette oder LMP1 einzusetzen“, bekräftigt Brown auf Nachfrage einiger Pressevertreter. „Ich habe unterschiedliche Formulierungen gehört.“

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Das Hauptanliegen sei allerdings, in der Lage zu sein, die 24 Stunden von Le Mans auch gewinnen zu können. „Dies hat den höchsten Wert für einen Rennstall“, betont Brown, welcher darlegt, inwieweit sich die McLaren-Historie nicht nur in einem Formel-1-Engagement erschöpfe. McLaren wirke daher an der Ausgestaltung derlei Pläne mit. „Wir nehmen an solchen Konferenzen teil und überprüfen, wie der Stand der Dinge ist.“

ACO ernennt Jacky Ickx zum Grand Marshal

Der ACO hat Jacky Ickx zum Gand Mashal bei den diesjährigen 24 Stunden von Le Mans ernannt. Dem ehemaligen Rennfahrer wird somit die Aufgabe zuteil, das Teilnehmerfeld in die Einführungsrunde zu schicken. Ickx gewann den Langstreckenwettbewerb selbst sechsmal und war somit jahrelanger Rekordsieger an der Sarthe, ehe Tom Kristensen den Belgier mit insgesamt neun Erfolgen übertraf.

Tennisspieler Rafael Nadal schwenkt Startfahne

Zudem hat der ACO ebenso bekannt gegeben, wer am Samstagnachmittag des dritten Juniwochenendes die Trikolore schwenkt, um das 24-Stunden-Rennen von Le Mans zu starten. Der Tennisprofi Rafael Nadal erteilt die symbolische Freigabe des eintägigen Wettbewerbs auf dem Circuit de la Sarthe. Während seiner bisherigen Karriere errang Nadel sechzehn Grand-Slam-Titel – allein zehn Siege bei den French Open.

Jenson Button unternimmt ersten LMP1-Test

In Vorbereitung auf sein Debüt bei den 24 Stunden von Le Mans hat Jenson Button einen ersten Test im LMP1-Cockpit absolviert. Zu Beginn des Monats unternahm der Formel-1-Ersatzfahrer auf dem Circuit de Nevers Magny-Cours eine Probefahrt mit dem BR1-Prototyp. Beim Kräftemessen in Nordwestfrankreich startet Button für SMP Racing. Seine Stallgefährten sind Witali Alexandrowitsch Petrow und Mikhail Aleshin.

Ebimotors und Larbre Compétition komplettieren Fahrerkader

Die Porsche-Equipe Ebimotors hat das Pilotenaufgebot für ihr GTE-Am-Unternehmen beim 24-Stunden-Langstreckenrennen in Le Mans vervollständigt. Den letzten Cockpitplatz im Neunelfer nimmt demnach Erik Maris ein, welcher eine Mannschaft mit Fabio Babini und Christina Nielsen formiert. Damit bestreitet Maris seinen nunmehr fünften Einsatz beim Prestigerennen im Département Sarthe.

Auch Larbre Compétition hat seine finale Personalentscheidung getroffen und die Verpflichtung Thomas Dagoneaus bestätigt, welcher den Fahrerkader des französischen Gespanns vervollständigt. Dieser wechselt sich mit Erwin Creed und Romano Ricci am Ligier-JS-P217-Gibson-Lenkrad ab. Nach seiner Premiere in der Saison 2013 bereitet Dagoneau damit seinen zweiten Start an der Sarthe vor.