Wolfgang Land: „Bei fast 5.000 Euro Nenngeld erwarten wir vernünftige Plattform“

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Wolfgang Land übt Kritik an der VLN-Organisation | © Ralf Kieven (1VIER.com)

Aufgrund eines wiederholten Defektes an der Tankanlage machte sich Wolfgang Land Luft über die Vorgehensweise der Rennleitung. „Die Zapfsäulen sind mittlerweile zwanzig Jahre alt. Die müssten mal erneuert werden“, meint der Teamchef. Gleichwohl gelang Land Motorsport letztlich der Gesamtsieg.

Obwohl Land Motorsport beim Grenzlandrennen in der Lage war, den Gesamtsieg davonzutragen, herrschte zwischenzeitlich Missvergnügen am Kommandostand. Der Ärger lag in einer defekten Tankanlage beschlossen, wodurch das Audi-Gespann vorübergehend in Rückstand geraten war. „Die Zapfsäulen sind mittlerweile zwanzig Jahre alt. Die müssten mal erneuert werden“, monierte Teamchef Wolfgang Land daher im Ring-Radio.

Unbeschadet etwaigen Geldmangels sei die Installation neuer Zapfsäulen irgendwann unabdingbar. „Ich weiß, dass überall das Geld knapp ist, aber wir geben hier viel Geld aus“, betonte Land, dessen Fahrergespann Connor De Philippi und Robin Frijns anschließend dennoch die Führung eroberte. „Dann können wir vom Veranstalter erwarten, dass wir bei fast fünftausend Euro Nenngeld für einen GT3 eine vernünftige Plattform geboten kriegen.“

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Überdies wetterte Land auch gegen die VLN-Organisatoren, nach deren Auffassung der Streckenbetreiber die Verantwortung für die Funktionstüchtigkeit trage. „Wir haben im Training bereits bemängelt, dass die Säule nicht funktioniert“, schilderte Land die Strapazen des VLN-Samstages. „Aber da stößt man ja hier meistens auf Widerstand. Es funktioniere ja alles. Geht gar nichts in Wirklichkeit.“

Rennleitung: „C’est la vie

Trotz der Instandsetzung sei die Zapfsäule im Rennen allerdings neuerlich defekt gewesen. „Dann hat sie beim ersten Tankstopp nicht funktioniert“, berichtete Land. „Dann wurde sie wieder repariert. Dann ging sie angeblich. Beim zweiten Tankstopp hat sie dann auch nicht funktioniert. Ja, und die Rennleitung sagt dann: ‚C’est la vie. Können wir nichts dran machen – ist Sache von der CNG.‘ Also ist man hier der Willkür der Funktionen der Tanksäule ausgesetzt.“

Stattdessen berufe sich die Renndirektion auf eine höhere Macht, worauf man keine Einfluss nehmen könne. Diese Reaktion frustriere Land Motorsport. „Wir haben beim ersten Tankstopp fünfzehn Sekunden verloren, liegen jetzt mit drei, vier Sekunden hinten“, fasste Land zusammen. „Das ist deprimierend. Und die Rennleitung sagt: ‚Vom Reglement her können wir nichts daran machen. Wenn die Tanksäule nicht geht, ist das Schicksal der Teilnehmer.‘“

Nichtsdestoweniger erfocht Land Motorsport schlussendlich den Tagessieg beim sechsten Lauf zur VLN-Langstreckenmeisterschaft. Beim Überkreuzen der Ziellinie verbuchten De Philippi und Frijns einen beinahe zwanzigsekündigen Vorsprung auf die Markenkollegen Frank Stippler und Nicolaj Møller Madsen, welche die Silbertrophäe für Phoenix Racing erstritten. Somit feierte Audi einen Zweifacherfolg beim RCM-DMV-Grenzlandrennen.