Langstrecken-WM: ACO und FIA konkretisieren die automatische Balance of Performance

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Die neue BoP soll noch fairer und transparenter werden | © Daniel Spaar (1VIER.com)

Die Regelmacher der Langstrecken-WM haben nun die Details zu der automatisierten Balance of Performance in der GTE-Pro-Wertung bekannt gegeben. Das System wird bei allen WM-Läufen Anwendung finden, außer bei den 24 Stunden von Le Mans.

Anlässlich des WM-Prologs haben ACO und FIA angekündigt, eine automatisierte Balance of Performance für die GTE-Pro-Kategorie einzuführen. Mittlerweile gab das Veranstaltertandem die Einzelheiten zu dem System bekannt. Die Eckdaten im Überblick.

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  • Die Differenz zwischen den einzelnen Modellen wird von Rennen zu Rennen automatisch ausbalanciert. Die aufgenommen Daten bei den Rennen und mathematische Algorithmen werden die neue Einstufung für den kommenden Lauf berechnen.
  • Das mathematische Hilfswerkzeug entscheidet selbstständig, ob die langsameren Fahrzeuge schneller gemacht werden, oder ob die schnelleren langsamer. Ziel sei eine stabile Gesamtperformance der Fahrzeuge über die gesamte Saison.
  • Nur die Daten des schnellsten Fahrzeugs eines Modells werden berücksichtigt.
  • Sechzig Prozent der zurückgelegten Distanz (die schnellsten Rundenzeiten) werden in die Aufzeichnung aufgenommen. Ebenso die Effizienz mit gebrauchten Reifen wird beachtet.
  • Die Höchstgeschwindigkeiten dienen ebenfalls zur Erzeugung von gleichen Performance-Profilen.
  • Die Sektorzeiten finden Beachtung und werden in verschiedene Kategorien gepackt (beispielsweise ein schneller Sektor mit vielen Geraden oder ein kurvenreicher Sektor).
  • Falls die Lücken zwischen den einzelnen Modellen groß sind und diese über mehrere Rennen hinweg gleich bleiben, können auch größere Justierungen vorgenommen werden.
  • Keine Änderungen werden vorgenommen, wenn:
    • ein Fahrzeug nicht die Mindestdistanz erreicht.
    • ein Fahrzeug übertrieben langsam fährt.
    • eei extremen Wetterverhältnissen.

 

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