Hungaroring 12: Herberth Motorsport gewinnt erneut

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Herberth Motorsport bleibt auf der Siegerspur | © Creventic

Nach dem Erfolg in Barcelona hat Herberth Motorsport auch die Zwölf Stunden von Budapest gewonnen. Daniel Allemann, Ralf Bohn und Alfred Renauer erfochten die Siegertrophäe. Den zweiten Rang belegte CP Racing.

Herberth Motorsport hat den Sieg beim Zwölf-Stunden-Rennen auf dem Hungaroring davongetragen. Nach Vollendung der halbtägigen Distanz überquerten Daniel Allemann, Ralf Bohn und Alfred Renauer mit einem Drei-Runden-Vorsprung die Ziellinie. Schon nach der ordnungsgemäßen Unterbrechung nach zwei Wettbewerbsstunden am Samstagabend hatte das von Platz zwei gestartete Porsche-Trio den Führungsrang inne.

Nach der Wiederaufnahme der Wettfahrt am Sonntagvormittag stellte sich zunächst CP Racing der Mannschaft von Herberth Motorsport entgegen; das Mercedes-AMG-Gespann entwand den Porsche-Kontrahenten die Spitzenplatzierung. Obendrein musste Herberth Motorsport eine zwanzigsekündige Zeitstrafe verbüßen, weil die Regelhüter der Jedenhofener Truppe zur Last legten, eine Kollision verursacht zu haben.

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Gleichwohl vermochte das Porsche-Ensemble, das Duell mit CP Racing wiederaufzunehmen. Zudem erhielte CP Racing ebenfalls eine Zwanzig-Sekunden-Zeitstrafe wegen Übertreten des Geschwindigkeitslimits in der Boxengasse. Schlussendlich mussten Joe Foster, Charles Putman, Charles Espenlaub und Shane Lewis auf dem Budapester Grand-Prix-Kurs mit dem Silberpokal vorliebnehmen. Demgegenüber holte Herberth Motorsport den zweiten Saisonsieg in Folge.

Kein Glück war dahingegen den Stallgefährten beschieden. Obschon Jürgen Häring, „Bobby Gonzales“, Stefan Aust und Marco Seefried von der Poleposition losfuhren, blieb das Porsche-Quartett erfolglos. Denn Herberth Motorsport muss den zweiten Neunelfer mit einem Getriebeproblem in der Garage abstellen. Dritte wurden die Audi-Piloten Michael Doppelmayr, Pierre Kaffer und Swen Herberger von Rutronik Racing.

JR Motorsport gewinnt GT4-Klasse

Gesamtrang vier belegte Car Collection Motorsport mit dem neuen Audi R8 LMS Evo 2, welchen Martin Rump, Martin Lechmann und Nathanaël Berthon pilotierten. An fünfter Stelle kamen Fabrizio Broggi, Nicolae Sergiu und Sabino de Castro ins Ziel, die für Willi Motorsport by Ebimotors die 991-Wertung gewannen. Dahinter landeten bereits die GT4-Sieger: die BMW-Fahrer Ted van Vliet, Ruud Olij und Bas Schouten von JR Motorsport.

Den TCR-Wettstreit entschied Autorama Motorsport by Wolf-Power Racing zu seinen Gunsten. Im Volkswagen Golf GTi TCR DSG lösten Miloš Pavlović, Christoph Lenz, Jasmin Preisig und Emil Heyerdahl einander ab. Bester GTX-Wettbewerber war das RD Signs Racing Team mit seinem Lamborghini Huracán Super Trofeo, welchen Audrius Butkevičius, Paulius Paškevičius und Nicola Michelon steuerten. Zu guter Letzt: Munckhof Racing gewann außer Konkurrenz die TCX-Divison. Am BMW-M4-GTR-Lenkrad drehten Eric van den Munckhof und Jordin Poland.

Die Creventic-Langstreckenserie gastierte erstmals nach siebenjährige Absenz auf dem ungarischen Rundkurs. Die Zwölf Stunden von Budapest waren eine Ausweichveranstaltung, weil die Organisatoren die Coppa Florio im Autodromo di Pergusa absagen mussten, da die Streckenbetreiber derzeit das Führungspersonal austauschen. Die nächste Saisonrunde im Creventic-Kalender: die 24 Stunden von Sebring am dritten Novemberwochenende.