Le Mans: Toyota verwaltet Doppelführung, Porsche verliert Führung durch lange Reparatur

630
Porsche hat die Führung in der GTE-Pro eingebüßt | © Livestream/ACO

Toyota hält eine komfortable Führung bei den 24 stunden von Le Mans. Dabei führt die Startnummer sieben vor der Acht. In der GTE-Pro hat Ferrari die Führung von Porsche geerbt, die über zwanzig Minuten an der Box verloren haben.

Toyota bestimmt die 24 Stunden von Le Mans nach Belieben. Die japanisch-kölsche Kooperation hat sich mittlerweile einen Vorsprung von drei Runden erarbeitet. Intern führt Jose-Maria Lopez mit etwas mehr als einer Minute Vorsprung vor Fernando Alonso. Den Bronzerang hält aktuell Rebellion Racing mit der Besatzung Gustavo Menezes, Thomas Laurent und Nathanael Berthon.

Bei den LMP2-Sportwagen hat sich G-Drive Racing kontinuierlich abgesetzt und sich einen Vorsprung von einer Runde gegenüber von Alpine erarbeitet. Dahinter folgt Jackie Chan DC Racing und DragonSpeed.

- Anzeige -

In der GTE-Pro-Wertung lieferten sich Porsche und Ferrari ein hartes Duell um den ersten Platz. Die Startnummern zweiundneunzig und einundfünfzig profitierten dabei von den Safetycar-Phasen und hielten einen Vorsprung von knapp neunzig Sekunden. Gegen vier Uhr wurde der Porsche von Laurens Vanthoor aus dem Kampf um die Führung gerissen. Ein Pitstopp, welcher über einundzwanzig Minuten ging, warf diesen 911 RSR auf den zwölften Klassenrang zurück. Aktuell führt Ferrari vor Porsche und der verbleibenden Corvette.

Eine rabenschwarze Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans hat Aston Martin erwischt. Das Auto aus der GTE-Am ist bereits in den frühen Abendstunden ohne Vortrieb auf der Mulsanne-Straight ausgerollt. Wenig später hat es das Profi-Fahrzeug mit der Startnummer siebenundneunzig erwischt. Alexander Lynn hatte Bekanntschaft mit den Porsche Kurven gemacht. Kurios dabei: Der Brite hat durch seinen Unfall eine Full Course Yellow ausgelöst. Doch Lynn fuhr in dieser Neutralisierung zu schnell und bekam noch eine 10-Sekunden-Strafe aufgebrummt.

Nach einer langen Reparatur konnte dieser Wagen aus Gaydon wieder ins Rennen starten. Schlimmer hat es das Schwesterfahrzeug getroffen. Marco Sörensen schlug kurz nach der Geisterstunde hart im Streckenabschnitt Indianapolis ein. Der Däne wurde zur Vorsorge ins Krankenhaus gebracht. Ein starkes Rennen zeigte SMP Racing bis zur Zehn-Stunden-Marke. Mit einer Runde Vorsprung auf Rang vier übernahm Egor Orudzhev den BR01 mit der Startnummer siebzehn. Auf seiner Outlap schmiss der Russe seinen LMP1-Prototypen in den Porsche Kurven und zerstörte den Sportwagen nachhaltig.

Die mit Abstand kurioseste Szene lieferte LMP2-Pilot Henning Engqvist. Der junge Schwede startet für ARC Bratislava. Eine halbe Stunde vor der Halbzeit flog er in der Mulsanne-Kurve ab. Er konnte sich zurück auf die Strecke retten, um auf derselben Runde hart in der Indianapolis abzufliegen. Auch aus dieser misslichen Lage konnte Engqvist sich befreien. Wenig später in den Porsche Kurven sorgte er für den dritten Unfall innerhalb einer Runde. Nach einer Ruhephase von dreißig Minuten konnte er das Auto wieder startfähig bekommen und brachte es an die Box zurück.

Bei den GTE-Herrenfahrern scheint Keating Motorsport alles unter Kontrolle zu haben. Die Ford-Kundenmannschaft führt mit über einer Runde gegenüber dem Team Project 1. Jedoch muss bei Keating Motorsport Teambesitzer Ben Keating noch fünf Stunden fahren, damit das Auto gewertet wird. TF Sport rundet zur Zeit das Podest bei den Herrenfahrern ab.