Daytona: Wayne Taylor Racing schwimmt zum Sieg

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Wayne Taylor Racing siegte in Daytona | © IMSA

Wayne Taylor Racing hat die 24 Stunden von Daytona gewonnen. Die erste Hälfte des Rennens wurde durch spannenden Sport geprägt, die zweite durch extremes Wetter. Letztlich brachen die Verantwortlichen den Wettbewerb zwei Stunden vor dem regulären Ende ab. BMW und Lamborghini siegten in den GT-Klassen.

Die 24 Stunden von Daytona boten wie in den letzten Jahren spannenden Motorsport. Bis neun Stunden vor dem Rennende kämpften Acura und Cadillac dicht an dicht um die Gesamtführung. Danach setzte der Starkregen ein, der unter anderem zwei Unterbrechungen nach sich zog. Nahezu jedes Fahrzeug fand sich in dieser Phase mindestens einmal neben der Strecke wieder.

Knapp zwei Stunden vor dem Rennende stritten Felipe Nasr und Fernando Alonso um die Gesamtführung. Beide Cadillac-Athleten versuchten, auf den vielen Pfützen nicht abzufliegen. Als Nasr einmal zu weit herausrutschte, überholte Alonso den Brasilianer. Kurze Zeit später wurde das Rennen abgebrochen.

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Somit siegte – wie schon im Jahr 2017 – Wayne Taylor Racing beim Saisonauftakt der IMSA SportsCar Championship. Alonso teilte sich den Cadillac DPi-V.R mit Jordan Taylor, Renger van der Zande und Kamui Kobayashi. Als zweite Truppe wurde Action Express Racing gewertet. Nasr, Luís Felipe Derani und Eric Curran bewegten den roten Cadillac. Mit dem Bronzerang musste sich das Acura Team Penske begnügen. Helio Castroneves, Ricky Taylor und Alexander Rossi steuerten diesen Acura ARX-05.

Der zweite Acura, musste in Führung liegend, die Box mit Motorproblemen aufsuchen. Am Ende wurden das zweite Auto von Penske auf Rang acht gewertet. Die leicht favorisierten Mannen des Mazda Teams Joest waren lange Zeit in der Führungsgruppe unterwegs. Doch sowohl ein Turbobrand sowie ein Aufhängungsbruch rissen beide Mazda RT24-P aus dem Rennen. Nissan kämpfte zwischenzeitlich vorne mit, doch die Elektronik und mehrere Abflüge verhinderten ein gutes Ergebnis.

BMW siegt für Charly Lamm

In der GTLM-Klasse holte BMW einen Überraschungssieg. Dabei fing die Woche alles andere als gut für die Münchener an. Zuerst musste Tom Blomqvist aufgrund eines Visumproblems durch Augusto Farfus ersetzt werden. Dann erreichte BMW die Schocknachricht vom Tode Charly Lamms. Zu Ehren des langjährigen Team-Managers des Team Schnitzers fuhren beide M8 GTE mit den Aufklebern „Godspeed, Charly“. Auch alle Piloten hatten diesen Aufkleber auf dem Helm.

Nach vierundzwanzig aufregenden Rennstunden wurden Farfus, Connor De Phillippi, Colton Herta und Philipp Eng als Sieger der Klasse gewertet. Ähnlich wie in der DPi-Klasse holte Farfus den Sieg, weil er am wenigstens neben der Strecke unterwegs war. Ebenfalls überraschend ist der zweite Klassenrang. Risi Competizione holte Silber in Florida. Ford schloss das Podest in der GTLM-Division ab.

Bei den GT3-Fahrzeugen machten die Mannen von Grasser Racing am besten ihren Freischwimmer. Mirko Bortolotti, Rolf Ineichen, Christian Engelhart und Rik Breukers wiederholten damit den Vorjahreserfolg. Obwohl sich sowohl Daniel Morad als auch Dries Vanthoor in den letzten Rennstunden mehrfach gedreht hatte, holte Land-Motorsport dennoch die zweite Position. Christopher Mies und Ricardo Feller rundeten dieses Quartett ab. Das Podium vervollständigten die Debütanten von AIM Vasser Sullivan. Frank Montecalvo, Townsend Bell, Aaron Telltz und Jeff Segal steuerten diesen Lexus RC-F GT3.