Maximilian Götz: „Dazu fällt mir nichts mehr ein“

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HTP Motorsport im Saisonendspurt drei Kollisionen anheimgefallen | © Gruppe C

Ein riskanter Überholversuch Dries Vanthoors beraubte HTP Motorsport jedweder Chancen auf den ADAC-GT-Masters-Fahrertitel. „Dazu fällt mir nichts mehr ein“, ärgerte sich Maximilian Götz daher nach dem Finallauf in Hockenheim. Erwähnenswert: Eigentlich hätte das Team EFP aus der letzten Reihe starten müssen.

Nach dem ADAC-GT-Masters-Finale auf dem Hockenheimring regiert Ratlosigkeit das Abschlussresümee von HTP Motorsport. „Wir sind nun in drei der letzten vier Rennen abgeschossen worden. Dazu fällt mir nichts mehr ein“, zürnt Maximilian Götz in einer Pressemitteilung, welcher beim Endspurt im Badischen Motodrom zunächst die Restchance wahrte, mit seinem Stallgefährten Markus Pommer den Fahrertitel zu erstreiten.

Dank des vierten Platzes im Samstagslauf startete das Mercedes-AMG-Duo die allerletzten ADAC-GT-Masters-Begegnung des Jahres mit einem Zehn-Runden-Rückstand auf die Tabellenführer von Herberth Motorsport. Die Ausgangslage: Poleposition, wodurch Götz und Pommer die Blitztabelle vorderhand anführten. Allerdings schlug die anfängliche Zuversicht bereits beim Durchfahren der Neunzig-Grad-Nordkurve nach der Start-Ziel-Geraden in Desillusion um.

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Von Startplatz zwei begonnen, schickte sich Audi-Athlet Dries Vanthoor an, mit einem riskanten Vabanquespiel die Führung zu erobern. Das Vorhaben missglückte vollends. Der EFP-Pilot attackierte auf der Innenseite, fuhr bei diesem Manöver rabiat über die Randsteine und stieß mit Götz zusammen. In Konsequenz dessen kreiselte der gelb-grüne Mercedes-AMG GT3 von der Piste über die Auslaufzone ins Kiesbett.

Götz: „Das ist extrem bitter“

Weitere Leidtragende: Porsche-Pilot Klaus Bachler des Teams 75 Bernhard und Audi-Mitstreiter Frank Stippler von I. S. R., welche außerstande waren, dem verunfallten Silberpfeil auszuweichen. Unterdessen blieb Götz nur noch, jeglicher Meisterschaftsperspektive beraubt, ungläubig den Kopf zu schütteln. „Der betreffende Audi-Pilot hat sich entschuldigt, und mir ist auch klar, dass er das nicht mit Absicht gemacht hat“, merkt Götz dennoch im Nachhinein an.

Gleichwohl überwiegt die Frustration angesichts der zerschlagenen Titelaspirationen. „Aber Fakt ist einfach, dass er uns durch die unnötige Aktion alle Meisterschaftschancen genommen hat. Das ist extrem bitter“, stellt Götz heraus, welcher in der Saison 2012 schon einmal mit der Marke Mercedes-Benz die Meistertrophäe erfochten hat. „Denn ich bin sicher, wir hätten heute die Pace gehabt, um das Rennen und damit eventuell auch die Meisterschaft zu gewinnen.“

Die Pikanterie an dem Intermezzo: Eigentlich hatten die Sportkommissare Vanthoor nach der Qualifikation am Sonntagmorgen disqualifiziert, weshalb das Team EFP den finalen Wertungslauf aus der letzten Reihe der Startaufstellung hätte beginnen müssen. Allerdings ging die Audi-Equipe in Berufung. Noch unkonventioneller ist indes die Strafe Vanthoors, welcher in der nächstjährigen Saison eine Veranstaltung der Deutschen Kart-Meisterschaft besuchen muss, um den Teilnehmern die Vorkommnisse darzulegen.