Splash & Dash: Alessandro Zanardi gewinnt das Finale der Italienischen GT

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Alessandro Zanardi triumphiert im BMW M6 GT3 in Mugello | © ACI Sport Italia

Alessandro Zanardi unternahm im Rahmen der Italienischen GT-Meisterschaft einen Gaststart und siegte prompt am Sonntag. Des Weiteren bestritt die Spezial-Tourenwagen-Trophy ihren Saisonabschluss auf der Grand-Prix-Strecke des Nürburgrings. Die Ereignisse des Wochenendes zusammengefasst im Splash & Dash.

Italienische GT: Alessandro Zanardi siegt in Mugello

Häufig wird dem Fußball attestiert, er schreibe die schönsten Geschichten. Doch eine mindestens so schöne Geschichte widerfuhr Alessandro Zanardi beim Finale der Italienischen GT-Meisterschaft in Mugello. Der an beiden Beinen amputierte Italiener wagte sein Comeback als Rennfahrer. Seinen letzten Auftritt in einem Rennauto hatte Zanardi im Jahre 2015, als er zusammen mit Timo Glock und Bruno Spengler das 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps bestritt.

Der dreifache Paralympicssieger fuhr bereits im Qualifying einen mehr als respektablen dritten Platz ein. Einen Tag später sorgte Zanardi für die große Überraschung: Ihm gelang der Sieg im BMW M6 GT3 vom BMW Team Italia gegen die etablierte Konkurrenz. Jaime Melo im Ferrari 488 und Marco Mapelli im Audi R8 LMS mussten sich als Zweiter beziehungsweise Dritter dem Mann aus Bologna geschlagen geben.

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STT: Jürgen Bender ist neuer Meister

Ebenfalls ein Finale wurde auf dem Nürburgring ausgetragen. Die Spezial-Tourenwagen-Trophy verabschiedete sich am Fuße der Nürburg in die Winterpause. Für den Neckarsulmer Jürgen Bender, der als Meisterschaftsführender in die Eifel reiste, reichte lediglich die Teilnahme an einem Rennen zum vorzeitigen Titelgewinn.

So überließ der Corvette-Pilot den anderen die Showbühne am Samstag. Dies nutzte Sven Fisch, der vor allem im letzten Saisondrittel bärenstark agierte. Der Stuttgarter kreuzte am samstäglichen Lauf in seinem Nitec-V8-Star als Erster die Ziellinie. Dahinter kamen Dylan Derdaele im Mercedes-Benz SLS AMG GT3 und Jürgen Alzen im Ford GT ins Ziel. Bender fuhr einen sicheren sechsten Platz nach Hause und wurde somit neuer Meister.

Dagegen war Klaus Abbelen beim Abschlussrennen am Sonntag eine Nummer für sich. Im eigenen Porsche 962 distanzierte er den Zweiten Sven Fisch mit zweiunddreißig Sekunden. Erneut Dritter wurde Jürgen Alzen. Bender beendete den letzten Lauf als Vierter.

RCN: Hennerici und Geißelhart siegen beim drei Stunden Rennen

Am Sonntag fand das Endspiel der RCN statt, welches den Namen Schwedenkreuz trägt. Dieses Rennen gehört jedoch nicht zur Meisterschaftswertung. Aufgrund eines schweren Unfalls im Bereich Wehrseifen, musste der Lauf um dreißig Minuten verkürzt werden. Glücklicherweise ohne Personenschaden.

Die Mannschaft von Teichman Racing mit Harald Geißelhart und Marc Hennerici im Porsche 991 GT3 Cup hatte in der Endabrechnung die Nase vorn. Auf Platz zwei fuhren Marcus Löhnert und Matthias Wasel im Audi TT RS vor Volker Wawer und Daniel Schwerfeld im Porsche Cayman GT4 CS ins Ziel.