Fuji: Porsche rückt Trainingsreihenfolge wieder zurecht

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Porsche ist im Trainingsklassement emporgeklettert | © Porsche

Nach dem zweiten WM-Trainingsdurchgang am Fuji gibt Porsche wieder den Takt vor. Audi reihte sich an zweiter Stelle im Klassement ein, Toyota ordnete sich nach der Auftaktüberraschung dagegen unter. In der GTE-Pro-Liga behauptete Ford seinen Führungsrang, aber Ferrari bewegte sich auf Augenhöhe.

Während der zweiten WM-Trainingseinheit am Fuße des Fujis hat Porsche die Hierarchie der Werke zurechtgerückt. Letztlich tat sich der Weltmeister aus Stuttgart-Zuffenhausen als Taktgeber hervor, wohingegen Konzernkontrahent Audi die Verfolgerposition bezog. Nach einem überraschenden Wochenendstart stellte sich Toyota bei seinem Heimspiel in Fernost vorderhand wieder hinten an.

Zuoberst im Trainingsklassement: Titelverteidiger Mark Webber, welcher sich binnen 1:24,074 Minuten um die Kultpiste in Oyama manövrierte. Damit unterbot der Porsche-Werksfahrer seine Audi-Rivalen Oliver Jarvis und André Lotterer um 0,894 Sekunden respektive 0,926 Sekunden. Letzterer fiel zudem ungünstigerweise einer Kollision zum Opfer. Stallgefährte Marc Lieb verzeichnete in der Gesamtbetrachtung sogar einen Rückstand von 1,004 Sekunden.

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Dahingegen musste Toyota mit den Rängen des Schlusslichtes vorliebnehmen. Kamui Kobayashi trennten 1,482 Sekunden, seinen TMG-Landsmann Kazuki Nakajima wiederum 1,583 Sekunden vom Klassenprimus. Bei den Privatiers zeigte Rebellion Racing den Widersachern von ByKolles Racing abermals die Grenzen auf. Mathéo Tuscher fuhr mit 1:29,653 Minuten die Bestzeit, war also 0,866 Sekunden flotter als Pierre Kaffer.

In der LMP2-Liga stürmte RGR Sport by Morand mit seiner Ligier-Nissan-Kombination vorneweg. Filipe Albuquerque meisterte den Fuji International Speedway innerhalb von 1:31,909 Minuten. Alex Brundle und Jota Sport fehlten somit 0,833 Sekunden auf den Trainingsschnellsten. Die besten Drei komplettierten die Oreca-Nissan-Markenkollegen von Manor. Richard Bradleys Abstand zum Vordermann: nur fünf Tausendstel einer Sekunde.

GTE-Am: Vier Marken auf den vordersten vier Rängen

Derweil blieb Ford mit seiner Werksmannschaft Chip Ganassi Racing federführend in der GTE-Pro-Klasse. Die schnellste Rundenzeit erzielte Stefan Mücke. Das Chronometer stoppte bei 1:38,743 Minuten. Dahinter positionierten sich die Roten. Ferrari-Experte Gianmaria Bruni lag 0,192 Sekunden zurück, AF-Corse-Mitstreiter Davide Rigon fehlten hingegen 0,269 Sekunden auf die Bestmarke.

Ein ausbalanciertes Kräfteverhältnis zwischen den verschiedenen Marken kennzeichnete das Zeitfahren der GTE-Am-Riege: Aston Martin vor Corvette, Porsche und Ferrari. Pedro Lamy drehte für Prodrive den raschesten Umlauf. Auf dem Tableau stand letztlich eine Bestleistung von 1:40,112 Minuten. Ricky Taylor sortierte sich für Larbre Compétition an zweiter Stelle ein – mit einem Rückstand von 0,289 Sekunden.

Die Abschlusssitzung der Langstrecken-WM in Fuji findet am Samstagvormittag um zehn Uhr statt, was wiederum drei Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit entspricht. Anschließend fechten die Protagonisten um vierzehn Uhr Ortszeit in der zweigeteilten Qualifikation die Startreihenfolge aus. Der Start zum Sechs-Stunden-Rennen in Nippon erfolgt um elf Uhr – also vier Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit.