Spa-Francorchamps 6: Toyota holt Sieg im zweiten Lauf

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Toyota siegte in Spa-Francorchamps | © FIA WEC

Toyota hat die Sechs Stunden von Spa-Francorchamps gewonnen. Mike Conway, Kamui Kobayashi und José María López beendeten die Le-Mans-Generalprobe an erster Stelle. Das Schwesterfahrzeug fiel dagegen wegen technischer Problem aus. Alpine errang den Silberpokal.

Nach der Niederlage beim Auftaktrennen der FIA World Endurance Championship in Sebring hat Favorit Toyota bei den Sechs Stunden von Spa-Francorchamps Revanche genommen. Mike Conway, Kamui Kobayashi und José María López erklommen nach insgesamt drei roten Flaggen die höchste Stufe des Siegertreppchens. Ein Wolkenbruch verursachte darüber hinaus mehrere Safety-Car-Neutralisationen und die wiederholte Anordnung von Full Course Yellow.

Gleichwohl verlief die Le-Mans-Generalprobe auf der Traditionsrennstrecke im Ardenner Wald für Toyota keineswegs komplikationsfrei. In führender Position liegend, mussten Sébastien Buemi, Brendon Hartley und Ryo Hirakawa ihren Toyota-Hypersportwagen wegen technischer Probleme am Pistenrand parkieren. Den zweiten Platz belegten André Negrão, Nicolas Lapierre und Matthieu Vaxivière, nachdem das Alpine-Trio bei der Eröffnungslauf im März noch siegreich war.

Von der Poleposition in den sechsstündigen Wettbewerb gestartet, erreichte die Scuderia Cameron Glickenhaus nur an gesamtneunter Stelle das Ziel. Obschon Olivier Pla, Romain Dumas und Luís Felipe „Pipo“ Derani auf regennasser Fahrbahn das Tempo mitgehen konnten, unterlief der Mannschaft beim Boxenstopp ein Fehler. Die Boxencrew wechselte irrtümlicherweise auf Trockenreifen; dieser Fehler erforderte einen zusätzlichen, außerplanmäßigen Boxenstopp.

In der LMP2-Kasse trug das W Racing Team den Triumph davon. Sean Gelael, Robin Frijns und René Rast eroberten vorübergehend sogar die Gesamtführung, kreuzten die Ziellinie aber auf dem dritten Platz des kombinierten Klassements. Die Stallgefährten Rui Pinto de Andrade, Ferdinand Habsburg und Norman Nato. In der Pro-Am-Wertung der LMP2-Division schnitt AF Corse mit der Besatzung François Perrodo, Nicklas Nielsen and Alessio Rovera am besten ab.

Die GTE-Pro-Kategorie gewann das Ferrari-Doppel James Calado und Alessandro Pier Guidi. Dempsey-Proton Racing erzielte wiederum das beste GTE-Am-Resultat. Im Porsche-Cockpit wechselten Christian Ried, Harry Tincknell und Sebastian Priaulx einander ab. Die diesjährige 24 Stunden von Le Mans – die nächste Begegnung der FIA World Endurance Championship – finden am zweiten Juniwochenende statt.