Langstrecken-WM: Audi benennt erste LMDh-Piloten

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Audi hat seine ersten Piloten für das Prototypen-Comeback verkündet | © Audi Mediacenter

Die ersten Fahrer für Audis Prototypen-Comeback stehen fest. Die GT-Asse Nico Müller und René Rast werden ab 2023 auf Gesamtsiege auf der Langstrecke angesetzt. Beide verfügen bereits über LMP-Erfahrung.

Die Rückkehr von Audi nach Le Mans und in die Prototypen-Szene nimmt mehr und mehr Form an. Bereits im April dieses Jahres hatte man die Konzeptstudie erfolgreich abgeschlossen. Einen Monat später folgte die Nachricht, dass der LMDh-Sportwagen auf einem Multimatic LMP2-Chassis basieren wird.

Nun hat sich auch etwas auf der Fahrerseite getan. Die Ingolstädter bauen ihren Fahrerkader um ihre GT-Asse René Rast und Nico Müller auf. „Ich bin sehr glücklich darüber, euch erzählen zu können, dass ich mein Commitment mit Audi verlängert habe und bestätigt bin als einer ihrer offiziellen LMDh-Fahrer! Wichtige und intensive Monate der Vorbereitung liegen vor uns, bevor wir 2023 Rennen fahren. Bei den 24h Le Mans in einem Audi um den Gesamtsieg zu kämpfen – ein Traum wird wahr“, schrieb Müller auf seinen Social-Media-Kanälen.

Die Vita von Müller liest sich folgendermaßen. Der Schweizer holte zwei Vize-Meisterschaften in der DTM 2019 und 2020. Dazu gesellt sich ein Gesamtsieg bei den 24 Stunden vom Nürburgring. Diesen fuhr er 2015 ein. Für den gebürtigen Thuner ist die Langstrecken-WM kein Neuland. Er fuhr bereits für G-Drive Racing in der Weltmeisterschaft. Allerdings liegt dieser Einsatz bereits vier Jahre zurück. In Shanghai ging es bis auf die siebte Position in der LMP2-Klasse.

Deutlich mehr LMP-Erfahrung hat Rast. Der dreifache DTM-Meister gab sein LMP-Debüt im Jahre 2014. Zusammen mit Jan Charouz und Vincent Capillaire holte er den vierten Platz für Sebastién Loeb Racing in Le Mans. Im darauffolgenden Jahr fuhr der gebürtige Mindener erstmals für Audi an der Sarthe. Mit Marco Bonanomi und Filipe Albuquerque holte er den siebten Gesamtrang. Ein Jahr später bestritt er für G-Drive Racing die komplette Saison der Langstrecken-WM. Das Resultat: Ein Sieg plus drei weitere Podestplatzierungen. Zudem stand Rast bis auf in Mexiko und CoTA immer auf der Poleposition in der LMP2-Klasse. Neben seinen Verpflichtungen in der DTM oder der Formel-E war Rast in den abgelaufenen Jahren Stammgast bei den 24 Stunden von Daytona. Dort trat er für Mazda respektive Spirit of Daytona an.