Petit Le Mans: Wayne Taylor Racing erbt Sieg nach Unfall des Teams Penske und AX Racing

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Wayne Taylor Racing erbte den Sieg beim Petit Le Mans | © IMSA

Wayne Tayor Racing hat das Petit Le Mans gewonnen. Dabei profitierten die Mannen von Wayne Taylor von einen Unfall des Acura-Teams Penske und Action Express Racing kurz vor dem Rennende. In der GTLM-Klasse holte Porsche den ersten Saisonsieg, die GTD-Wertung ging an Ferrari.

Renger van der Zande, Ryan Briscoe und Scott Dixon haben einen dramatischen Gesamtsieg beim Petit Le Mans eingefahren. Eigentlich sah alles danach aus, dass sich die Truppe von Wayne Taylor mit dem dritten Rang abfinden muss. Doch kurz vor dem Fallen der Zielflagge räumte Acura-Pilot Ricky Taylor den Führenden Pipo Derani im Cadillac von Acction Express Racing ab.

Während der Cadillac des Brasilianers im Kies stecken blieb, drehte sich Taylor im Acura ARX-05 und wurde noch als Gesamtzweiter gewertet. Der Sieg jedoch ging an Wayne Taylor Racing, das zu dem Zeitpunkt des Unfalls über zehn Sekunden zurücklagen. Insgesamt wurde das Rennen unter Full Course Yellow beendet, weil fast zeitgleich der Werkselfer mit der Startnummer 912 heftig in den Esses abgeflogen war.

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Das Podest komplettierten die Polesetter vom Acura-Team Penske. Dane Cameron, Juan Pablo Montoya und Simon Pagenaud teilten sich diesen Acura-DPi. JDC-Miller Motorsports holte den vierten Platz. Derani und seine Teamkollegen wurden noch als Gesamtfünfte gewertet.

Erneut ein Rennen zum Vergessen erlebte Mazda. Bereits in der Anfangsphase musste Multimatic am Prototyp von Harry Tincknell, Jonathan Bomarito und Ryan Hunter-Reay aufgrund eines Bremsversagens die Bremse getauscht werden. Danach war das Auto noch in einen Zwischenfall mit dem Ferrari der Scuderia Corsa verwickelt. Ebenfalls einen Kontakt mit diesem Ferrari hatte das Schwesterfahrzeug von Mazda. Hier ging es nicht so glimpflich aus. Oliver Jarvis schlug hart in die Streckenbegrenzung ein. Durch die Reparatur verlor man dreiunddreißig Runden.

Erster Saisonsieg für Porsche

Lange hat es gedauert, doch nun hat Porsche die Pechsträhne beendet. Nick Tandy, Frédéric Makowiecki und Matt Campbell haben die GTLM-Klasse beim Petit Le Mans gewonnen. Es war der erste Sieg in der IMSA SportsCar Championship 2020. Makowiecki profitierte dabei von einem späten Zusatzstopp, den BMW einlegen musste, um den Kühlergrill des M8 GTE frei zu machen.

Denn BMW-Kutscher Augusto Farfus hatte Kontakt mit einem Prototypen und musste daher die Box aufsuchen. Bis zu diesem Zeitpunkt haben Farfus, John Edwards und Jesse Krohn das Rennen nach Belieben dominiert. In der Endabrechnung reichte es zum dritten Rang. Dazwischen kamen die Meisterschaftsführenden von Corvette an. Antonio García, Jordan Taylor und Nick Catsburg steuerten diese Corvette C8.R.

Einen unerfreulichen Rennausgang erwischte zum wiederholten Male in dieser Saison der zweite Werkselfer. Laurens Vanthoor flog fünf Minuten vor dem Rennende im Bereich der Esses ab. Daraufhin wurde eine weitere Full Course Yellow ausgerufen, die bis zum Rennende anhielt. Der zweite M8 GTE verlor bereits in der ersten Rennstunde über dreißig Runden, da die Drosselklappe getauscht werden musste.

Bei den GT3-Fahrzeugen hat sich erstmals in der Saison die Scuderia Corsa durchgesetzt. Cooper MacNeil, Jeff Westphal und Alessandro Balzan waren die Sieger beim Petit Le Mans. AIM Vasser Sullivan sicherte sich mit dem zweiten Rang die Meisterschaftsführung in der GTD-Wertung. Das Stockerl komplettierte GRT Magnus Racing.