Langstrecken-WM: Peugeot holt Ligier ins Boot

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Peugeot wird bei seiner Rückkehr mit Ligier zusammenarbeiten | © Peugeot

Peugeot hat auf den plötzlichen Rückzug von Rebellion Racing reagiert und sich Ligier ins Boot geholt. Ligier wird vor allem im Bereich der Aerodynamik aushelfen. Auch die Zusammenarbeit mit Total soll weiter ausgebaut werden.

Am gestrigen Tag überraschte Rebellion Racing die Sportwagenwelt, als die Schweizer ihren Rückzug aus der Langstrecken-WM nach den 24 Stunden von Le Mans bekannt gaben. Auch Peugeot Sport wurde von diesem Unterfangen überrascht, da Rebellion Racing als technischer Partner und Einsatzteam Peugeots fungieren sollte. Durch die Nähe von Rebellion Racing zu Oreca galt ein Involvement von Oreca in diesem Vorhaben als sicher.

Nun hat Peugeot auf den Rückzug der Schweizer reagiert und Ligier ins Boot geholt. Dies hat PSA-Motorsportchef Jéan-Marc Finot in der französischen Sportpublikation L’Équipe bestätigt. Ligier wird sich zukünftig um die Aerodynamik kümmern. Damit ist eine mögliche Zusammenarbeit mit Oreca vom Tisch. Zusätzlich soll die Zusammenarbeit mit dem langjährigen Premiumpartner Total intensiviert werden.

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Die Projektleitung des Le-Mans-Programms liegt nun komplett bei Peugeot Motorsport. Auch den Einsatz an der Strecke wird Peugeot wohl selbst koordinieren. Ob neben Ligier und Total weitere Partnerschaften geschlossen werden, ist noch unklar. Beispielsweise für Verbundswerkstoffe wird geprüft, ob eine externe oder interne Lösung besser sei.

Noch sei allerdings nicht klar, ob Peugeot ein Hypercar oder DPi 2.0, die in der gemeinsamen Klasse LMDh zusammengeführt werden, bauen werde. Die Entscheidung hängt von der Balance of Performance zwischen den beiden Konzepten ab und der Marketing-Performance der beiden Varianten.