Imola 12: Herberth Motorsport erringt ersten Saisonsieg

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Herberth Motorsport triumphierte im Stadtpark Imolas | © Creventic

In einer Entscheidung bringenden Schlussviertelstunde hat Herberth Motorsport die Zwölf Stunden von Imola gewonnen. Damit feierte das Porsche-Quartett Daniel Allemann, Ralf Bohn sowie Robert und Alfred Renauer den ersten Saisonsieg in der 24-Stunden-Serie. Ebenfalls auf dem Podest: IDEC Sport Racing und Förch Racing.

Herberth Motorsport hat bei den Zwölf Stunden von Imola seinen ersten Saisonsieg in der 24-Stunden-Serie der Creventic-Agentur eingefahren. Letzen Endes überquerte das Porsche-Quartett Daniel Allemann, Ralf Bohn sowie Robert und Alfred Renauer die Ziellinie mit einem Zwei-Runden-Vorsprung. Allerdings spiegelt das Endergebnis keineswegs den Hergang der Schlussphase wieder.

Die Entscheidung im Autodromo Enzo e Dino Ferrari fiel während der finalen Viertelstunde, als Ram Racing einem Zusammenprall im Überrundungsverkehr zum Opfer fiel. Bis dato erbrachte das Mercedes-AMG-Gespann, von der Poleposition gestartet, eine überzeugende Leistung. Zur regulären Unterbrechung beim Erreichen der Vier-Stunden-Marke am Freitagabend verwalteten Remon Leonard Vos und Tom Onslow-Cole einen etwa neunzigsekündigen Vorsprung.

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Die Kollision degradierte Ram Racing schlussendlich auf den fünften Rang. Die Markenkollegen von IDEC Sport Racing retteten noch einen Podiumserfolg für den Konstrukteur aus Stuttgart-Affalterbach. Dimitri Enjalbert sowie Patrice und Paul Lafargue beendeten den Wettbewerb an zweiter Stelle. Den Bronzerang belegte Förch Racing mit seiner Porsche-Equipe Zeljko Drmic, Patrick Eisemann und Robert Lukas.

Scuderia Praha belegt nach Aufholjagd den vierten Platz

Für Herberth Motorsport war die Strategie, vornehmlich Fehler zu vermeiden, letztlich ersprießlich. „Es war so ein langes Rennen“, meinte Robert Renauer gegenüber Radio Le Mans. „Schlussendlich tat sich der Ram-Racing-Mercedes etwas schwer, aber das Team hatte uns zuvor ordentlich unter Druck gesetzt. Es war ein harter Kampf, aber wir mussten letztendlich nur das Auto ins Ziel fahren.“

Derweil demonstrierte die Scuderia Praha sportliche Moral. Nach einem Zwischenfall während der Freitagsetappe – nebst Seitentürverlust – schenkte der Ferrari-Rennstall nicht ab, sondern vollstreckte eine Aufholjagd par excellence. Letztlich erreichten Jiří Písařík, Josef Kral und Matteo Malucelli das Ziel auf Platz vier. Gesamtsechste wurden die SPX-Gewinner Gianluca De Lorenzi, Andres Josephsohn und Dimitris Deverikos im Lamborghini Huracán Super Trofeo von GDL Racing.

Der GT-Wettbewerb der Creventic-Organisation pausiert nun für einen Monat. Am zweiten Juliwochenende findet anschließend das 24-Stunden-Rennen an der Algarve statt. Am selben Austragungsort starten auch die separaten Meisterschaften der Prototypen und Tourenwagen. Die weiteren Stationen im GT-Kalender: Barcelona, Spa-Francorchamps sowie der Circuit of The Americas in Austin.