ELMS an der Algarve: G-Drive holt Titel, Graff Racing erringt Finalsieg

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G-Drive Racing ist Meister, Graff Racing siegte | © Adrenal Media

Memo Rojas und Léo Roussel haben mit der Unterstützung von Ryo Hirakawa den ELMS-Titel errungen. Beim Finale an der Algarve genügte dem Oreca-Duo der vierte Platz, um die Tabellenführung zu behaupten. Den Tagessieg erfochten James Allen, Richard Bradley und Gustavo Yacamán für Graff Racing.

G-Drive Racing hat den Titelkampf in der Europäischen Le-Mans-Serie zu seinen Gunsten entschieden. Beim finalen Vier-Stunden-Rennen an der Algarve genügte Memo Rojas und Léo Roussel mit der Unterstützung von Ryo Hirakawa der vierte Platz, um die Tabellenführung zu verteidigen und die Meisterschaft zu gewinnen. Zum Saisonabschluss führt das Oreca-Gespann sowohl das Fahrerklassement als auch die Teamwertung der LMP2-Klasse an.

Die Kontrahenten von United Autosports verzeichneten beim Entscheidungsrennen in Portimão zumindest mathematische Chancen, den Titelwettstreit nochmals zu wenden. Die Ausgangslage: William Owe, Hugo de Sadeleer und Filipe Albuquerque hätten nicht bloß den Tagessieg davontragen, sondern darüber hinaus auf einen Misserfolg der Konkurrenten von G-Drive Racing hoffen müssen. Deren Vorsprung hatte achtzehn Punkte betragen.

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Ungeachtet der Schwierigkeit dieses Unterfangens ging United Autosports schließlich auch daran, den Triumph für sich zu reklamieren, jedoch unterlief die Ligier-Equipe ein folgenreicher Lapsus. Wegen Überschreitens der Streckenbegrenzung bürdeten die Sportkommissare den Titelanwärtern eine fünfundfünfzigsekündige Zeitstrafe auf, wodurch Owe, de Sadeleer und Albuquerque auf den Bronzerang zurückfielen. Zumindest ertrotzte das Trio letzten Endes noch den zweiten Rang.

United Autosports kürt LMP3-Titelgewinn mit Zweifacherfolg

Den Sieg beim Finale im Südwesten Portugals errang wiederum die Mannschaft von Graff Racing. Bei der Zieldurchfahrt behaupteten die Oreca-Athleten James Allen, Richard Bradley und Gustavo Yacamán einen komfortablen Vorsprung von über einer halben Minute. Das Podium vervollständigte schlussendlich SMP Racing mit dem Dallara-Doppel Matevos Isaakyan und Egor Orudzhev.

Während sich die Titelaspirationen von United Autosports in der LMP2-Liga alsbald zerschlugen, kürte der Rennstall aus dem Vereinigten Königreich seinen LMP3-Meisterschaftsgewinn mit einem Zweifachsieg. Mark Patterson, Wayne Boyd und Christian England erklommen die höchste Stufe des Stockerls. Die Stallgefährten John Falb und Sean Rayhall beendeten das Vier-Stunden-Rennen von Portimão an zweiter Stelle.

In der GTE-Klasse feierte JMW Motorsport mit Robert Smith und Jody Fannin, an diesem Wochenende von William Stevens verstärkt, den Titelgewinn. Das Ferrari-Team erstritt die Silbermedaille an der Algarve. Den Klassensieg erfocht derweil Proton Competition. Joël Camathias, Matteo Cairoli und Teamchef Christian Ried erblickten die schwarz-weiß karierte Flagge mit einem achtsekündigen Vorsprung.