LMDh: Porsche nominiert Team Penske als Werksmannschaft

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Das Team Penske leitet die LMDh-Werkseinsätze Porsches | © Porsche

Team Penske startet als Werksrennstall Porsches in der LMDh-Klasse. Die Mannschaft aus Mooresville koordiniert die Einsätze jeweils zweier Prototypen in der Langstrecken-WM und der IMSA SportsCar Championship. „Dieser Tag erfüllt uns alle mit großem Stolz“, hebt Roger Penske hervor.

Porsche hat das Team Penske als Werksmannschaft für sein LMDh-Unternehmen nominiert. Der Konstrukteur aus Stuttgart-Zuffenhausen und der nordamerikanischen Rennstall sind eine mehrjährige Kooperation eingegangen, um den Einsatz jeweils zweier Prototypen in der FIA World Endurance Championship und der IMSA SportsCar Championship zu schultern. Das LMDh-Programm beginnt zur Saison 2023; Kundeneinsätze sind bereits im selben Jahr möglich.

„Erstmals in der Geschichte von Porsche Motorsport wird unser Unternehmen durch ein globales Einsatzteam in den beiden weltweit größten Langstreckenserien vertreten sein“, erklärt Porsche-Vorstand Oliver Blume in einer Pressemitteilung. „Zu diesem Zweck bauen wir jeweils eine Teambasis auf beiden Seiten des Atlantiks auf. Damit schaffen wir optimale Strukturen für den Kampf um Gesamtsiege, beispielsweise in Le Mans, Daytona oder Sebring.“

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Bereits nach der Jahrtausendwende gewährte das Team Penske dem süddeutschen Hersteller Unterstützung bei seinem LMP2-Vorhaben in Nordamerika. Das Team Penske leitete von 2006 bis 2008 den Einsatz des RS-Spyder-Sportwagens, mit dem die Mannschaft aus Mooresville in dieser Zeitspanne sämtliche LMP2-Titel erfocht. Zudem trat das Team Penske während der Siebzigerjahre des vergangenen Jahrhunderts mit dem Porsche 917 in der CanAm-Serie an.

Roger Penske: „Dieser Tag erfüllt uns alle mit großem Stolz“

„Dieser Tag erfüllt uns alle bei Team Penske mit großem Stolz“, betont Teamchef Roger Penske. „Seit mehr als sechs Jahrzehnten repräsentieren wir die Marke Porsche sowohl auf Rennstrecken als auch in unseren anderen Geschäftsfeldern. Die gemeinsame Historie und die großen Erfolge, die wir zusammen feiern durften, sind unvergleichlich.“ Die Maßgabe sei, Siege zu erringen und Titel einzufahren.

„Porsche und Penske haben eine sehr erfolgreiche gemeinsame Geschichte. Diese Partnerschaft hat in den Jahren 2006 bis 2008 die damalige American Le Mans Series nachhaltig geprägt“, unterstreicht Motorsportleiter Fritz Enzinger. „Team Penske hat im Motorsport eine nahezu unvergleichliche Erfolgsgeschichte geschrieben. In der langen Liste der Siege fehlt allerdings bislang der Name ‚Le Mans‘.“ Sollte Porsche abermals an der Sarthe triumphiere, wäre dies der zwanzigste Sieg der Veranstaltungshistorie.

Porsche entwickelt den LMDh-Boliden in Zusammenarbeit mit Konzernschwester Audi, welche dieselbe Konstruktionsbasis nutzt. Die Marke mit den vier Ringen kündigte bereits während der vergangenen Woche an, die Konzeptionshase vollendet zu haben; Entscheidungen hinsichtlich Fahrgestell und Motor seien gefallen. Allerdings nannte Audi in seinem Kommuniqué keine Einzelheiten zu den Entschlüssen.