VLN: Finale Attacke auf den Meistertitel

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Beim VLN-Finale läuft der Kampf um den Titel auf einen Dreikampf hinaus | © Ralf Kieven

Die Entscheidung im Kampf um die Meisterkrone der VLN-Langstreckenmeisterschaft fällt beim letzten Rennen der Saison am kommenden Wochenende. Wenngleich sich eine Mannschaft besonders als Favorit hervortut, haben zwei weitere Teams mindestens die theoretische Chance, den Titel zu ergattern.

Eines steht bereits fest: Mit einem weiteren Klassensieg in der BMW-M240i-Racing-Cup-Klasse können sich Yannick Fübrich und David Griessner aus eigener Kraft in die Liste der VLN-Meister eintragen. Ihre größten Konkurrenten heißen Philipp Leisen, Danny Brink und Christopher Rink und starten wie die Favoriten unter dem Banner von Adrenalin Motorsport.

Als Herausforderer, Titelverteidiger und Teamkollege in Personalunion schätz Leisen seine Chance realistisch ein: „Um mal auf dem Boden der Tatsachen zu bleiben: Bei der diesjährigen Leistung von Yannick Fübrich und David Griessner, die nahezu fehlerfrei die BMW Cup-Klasse dominiert haben, wäre der Titel angebracht und verdient.“ Die Chance auf den Titel beziffert Leisen auf seinem Facebook-Kanal mit achtzig Prozent.

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Dritte im Bunde der Titelanwärter sind die Sorg-Rennsport-Athleten Thorsten Kratz, Oliver Frisse und Moran Gott. Wie Leisen, Brink uns Rink starten die Drei in der Klasse V4 für Serienwagen bis zweieinhalb Litern Hubraum. Beide Truppen eint außerdem das Einsatzgerät – ein BMW 325i.

Leisen: „Es müsste für zwei Titelkonkurrenten sehr schief laufen“

Ihre Klasse ist über die Saison konstant die bestbesetzte Kategorie der Eifel-Rennserie. Demnach konnten die beiden Mannschaften auch mit zweiten Rängen reichlich Punkte horten. Allerdings haben beide auch bereits ihre beiden Streichresultate im Lauf der Saison verbraucht.

Die beiden Serienwagen-Truppen benötigen also auf jeden Fall einen eigenen Kassensieg und müssen gleichzeitig darauf hoffen, dass die Tabellenführer im Zweier-Pokal patzen. Der Sorg-Mannschaft räum Leisen in seiner Analyse allerdings nur eine fünfprozentige Chance ein. „Nicht, um deren Leistung zu schmälern, denn die 706 war ein harter Gegner in jedem Rennen (und wären sie nicht so stark, würden wir besser dastehen), sondern weil es für gleich zwei Titelkonkurrenten sehr schief laufen müsste, damit es zur Meisterschaft reicht“, so Leisen abschließend in seiner Analyse.

Auf jeden Fall bleibt der Titelkampf spannend bis zum letzten Rennen. Denn auch wenn es Fübrich und Griessner in der eigenen Hand halten, um den Titel sicher zu gewinnen, benötigen sie nichts weniger, als einen weiteren Klassensieg in der umkämpften BMW-Cup-Klasse.

Das sieht auch sein Teamchef Matthias Unger genauso: „Natürlich führen wir mit beiden Fahrzeugen die Tabelle an und haben demzufolge alle Trümpfe in unserer Hand. Aber wie heißt es so schön: To finish first, first you have to finish.”