Le Mans: G-Drive Racing verliert Klassensieg durch Disqualifikation

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G-Drive Racing wurde von den 24 Stunden von Le Mans disqualifiziert | © Rolex Pressroom

G-Drive Racing hat seinen dominanten LMP2-Klassensieg am Montagabend verloren. Auch das Schwesterfahrzeug von TDS Racing ist betroffen. Darüber hinaus hat die Rennleitungen weitere Strafen gegen unter anderem Ford ausgesprochen.

TDS Racing wurde von den 24 Stunden von Le Mans ausgeschlossen. Davon betroffen ist sowohl das Fahrzeug mit der achtundzwanzig, als auch die Dominatoren der diesjährigen LMP2-Division, der Oreca 07 mit der G-Drive-Folierung. Der Grund: Es wurde eine nicht homologierte Änderung am Nachtankrestriktor vorgenommen.

Durch diese Änderung konnte ein deutlich schnelleres Tanken ermöglicht werden. Anders als in der LMP1- oder den GTE-Wertungen gibt es bei den kleinen Prototypen keine minimale Nachfüllzeit. Damit verliert der französische Rennstall nicht nur den vierten Klassenrang, sondern auch den ersten Klassensieg von G-Drive Racing.

Die neuen Sieger kommen aus dem Hause Alpine. Nicolas Lapierre, André Negrão und Pierre Thiriet bewegten den umgetauften Oreca 07 des französischen Kleinserienherstellers. Graff Racing rutscht auf den zweiten Rang vor und United Autosports erbt den Bronzerang. Hier ist es die Besatzung rund um Juan Pablo Montoya.

Auch Ford wurde nachträglich bestraft

Darüber hinaus verlor Ford die vierte Position in der GTE-Pro-Wertung. Tony Kanaan unterstritt die Mindestfahrzeit um vierundvierzig Minuten. Um dieses Defizit zu beheben, sprach die Rennleitung eine Strafe von elf Runden und 1:23,499 Minuten aus. Diese Zahl ergibt aus der Durchschnittsrundenzeit dieses Fahrzeugs, die Kanaan für seine Mindestfahrzeit noch benötigt hätte. Somit wurden Kanaan, Harry Tincknell und Andy Priaulx auf den zwölften Platz durchgereicht.

Weitere Zeitsprachen gab es gegen die Ginetta mit der Startnummer fünf, dem Ford mit der Startnummer neunundsechzig und dem Oreca von TDS Racing, welche im Endeffekt hinfällig ist.