Langstrecken-WM: Audi-Verbleib beeinflusst Toyota-Planung nicht

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Toyota bleibt in der Langstrecken-WM unabhängig von Audis Verbleib | © Toyota Motorsport

Beeinträchtigt Audis Entscheidung über den Verbleib in der Langstrecken-WM die Planungen Toyotas? TMG-Vizepräsident Pascal Vasselon verneint diese Frage explizit. Stattdessen bezweifele der Konstrukteur aus Fernost grundsätzlich den LMP1-Rückzug der vier Ringe.

Im Fahrerlager am heiligen Fuji rumorte die Gerüchteküche. Verlässt Audi die Langstrecken-WM zur Saison 2018? Die Chefetage der Werksmannschaft kommentiert diese Unkenrufe nebulös-optimistisch, eine Entscheidung über die Zukunft sei noch nicht gefallen. Derweil bekräftigte Toyota, ein Forfait der vier Ringe würde keineswegs die LMP1-Planungen des TMG-Rennstalls beeinträchtigten.

Vielmehr zweifelt der fernöstliche Hersteller an einem Rückzug Audis aus der Königsklasse des Langstreckensports. „Es würde sich nicht auf unserer Entscheidung auswirken, ob wir bleiben oder nicht“, beteuert TMG-Vizepräsident Pascal Vasselon im Gespräch mit Sportscar365. „Aber ich denke nicht, dass sie dies tun werden. Denn sie kämpfen so hart für die Regularien der Saison 2018.“

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Zudem trägt sich Toyota seit geraumer Weile mit dem Gedanken, sein Budget zu erhöhen, um den Einsatz eines dritten Prototyps bei den 24 Stunden von Le Mans zu schultern. Bislang verzichtete TMG auf diese Strategie, die Erfolgsaussichten stochastisch zu erhöhen, um die zur Verfügung stehenden Finanzmittel in die Entwicklung zu investieren. Möglicherweise ändert der Nippon-Hersteller im nächsten Jahr diese Philosophie.