Langstrecken-WM: Fernando Alonso erhält kein LMP1-Cockpit, Marcel Fässler startet für Corvette

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Fernando Alonso wird 2018 weder für Toyota noch für Porsche in Le Mans starten | © Julian Schmidt

Porsche und Toyota haben Fernando Alonso für 2018 eine Absage erteilt. Toyota ist weiterhin vollkommen davon überzeugt, dass ihr Auto absolut legal sei. Zudem wurde Marc Lieb bei Porsche als Ersatzfahrer für die 24 Stunden von Le Mans bestätigt. Einen festen Startplatz haben dagegen Marcel Fässler und Jordan Taylor. Ein Nachrichtenspiegel.

Fernando Alonso startet 2018 nicht für Porsche oder Toyota

Fernando Alonso will auf den Spuren von Graham Hill wandern. Der Engländer war bislang der einzige Pilot, der die Triple Crown gewinnen konnte. Diesen inoffiziellen Titel erhält ein Pilot, wenn dieser den Grand Prix von Monaco, das Indy 500 und die 24 Stunden von Le Mans gewinnt. In Alonsos Vita fehlen noch die Erfolge an der Sarthe und in Indianapolis.

Der Spanier unternimmt dieses Jahr seinen ersten Einsatz beim Saisonhöhepunkt der IndyCar-Serie. Folglich kamen die Gerüchte auf, dass der zweimalige Formel-1-Weltmeister 2018 mit einem LMP1-Werksprototyp am Langstreckenklassiker im Nordwesten Frankreichs teilnehmen würde.

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Doch sowohl Porsche als auch Toyota schoben erst einmal einen Riegel vor dieses Vorhaben. „Derzeit liegt das Thema nicht auf unserem Tisch, denn wir haben nur zwei Autos, und ich sehe nicht, dass sich daran für nächstes Jahr etwas ändert“, meint Porsche-Teamchef Andreas Seidl im Gespräch mit Motorsport.com. Außerdem sei man sehr glücklich mit den aktuellen Fahrern und plane immer langfristig.

Die Verantwortlichen bei Toyota Motorsport sehen dies ähnlich wie die Konkurrenz aus Weissach. „Natürlich hören wir bei Fernandos Plänen zu, aber ich würde nicht sagen, dass das etwas ist, woran wir interessiert sind – überhaupt nicht. Aus unserer Sicht muss die Balance innerhalb des Teams stimmen“, sagt Toyota-Teammanager Rob Leupen im Gespräch mit Motorsport.com.

Toyota erachtet TS050-Prototyp als absolut legal

Pascal Vasselon, seines Zeichen Technischer Direktor der Toyota Motorsport GmbH, hat bekräftigt, dass die aktuelle Generation des TS050-Prototyp völlig regelkonform sei. „Ich kann mir kein einziges Teil vorstellen, über das es Zweifel geben könnte. Unser Auto ist absolut legal. Da gibt es keine Diskussionen“, beteuert Vasselon gegenüber Motorsport.com.

Seit vergangenen Juli fanden mehrere Meetings im Rahmen des Homologationsprozesses mit der FIA und dem ACO statt. „So stellen wir sicher, dass es am letzten Tag der Homologation kein Überraschung gibt. Derzeit sprechen wir bereits über die Legalität unseres Konzeptes für das nächstes Jahr“, fügt Vasselon hinzu.

Marc Lieb ist Ersatzpilot für Porsche

Falls einer der sechs LMP1-Piloten von Porsche ausfallen sollte, würde Marc Lieb die vakante Stelle einnehmen. Lieb ist amtierender Langstrecken-Weltmeister und Le-Mans-Sieger. Trotzdem wurde der Stuttgarter aus dem Fahrerkader der LMP1-Mannschaft gestrichen.

Da Lieb die aktuelle Ausbaustufe des 919 Hybrid noch nicht gefahren ist, bekommt er nächste Woche die Chance sich auf das neue Fahrzeug einzuschießen. Denn Porsche wird weitere Testfahrten in Aragon unternehmen, um sich bestmöglich auf den Höhepunkt der Saison vorzubereiten.

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