Lausitzring: Erster Sieg für Dorian Boccolacci und Mick Wishofer

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Team Zakspeed gewinnt das erste Saisonrennen 2020 | © Gruppe C Photography

Auf dem Lausitzring haben Dorian Boccolacci und Mick Wishofer für das Team Zakspeed ihr erstes Rennen im ADAC GT Masters gewonnen. Das Mercedes-AMG-Duo kam vor beiden Porsche von Herberth Motorsport ins Ziel. Rutronik Racing bleibt weiterhin an der Tabellenspitze, jedoch ist das Ergebnis aufgrund einer laufenden Untersuchung gegen das Team noch vorläufig.

Das Team Zakspeed hat das zweite Rennen des ADAC GT Masters auf dem Lausitzring mit einem Mercedes-AMG GT3 gewonnen. Dorian Boccolacci und Mick Wishofer haben damit jeweils ihr erstes Rennen in dieser Rennserie gewonnen. Auf das Podest stiegen außerdem beide Fahrerduos von Herberth Motorsport, Robert Renauer und Klaus Bachler sowie Alfred Renauer und Sebastian Asch.

Boccolacci hatte sich in der erste Rennhälfte von Startposition 17 bis auf die fünfte Position nach vorn gearbeitet. Dort lag er dann hinter Spitzenreiter Frédéric Vervisch, Kelvin van der Linde und den beiden Herberth-Porsche. Nach dem Boxenstopp kam Wishofer auf Platz vier zurück auf den Kurs. Während die Renauer-Brüder mit ihren Porsche 911 GT3 R versuchten an Audi-Pilot Benjamin Goethe, der das Auto von Vervisch übernahm, vorbeizugehen, nutzte Wishofer den Moment, überraschte beide und ging in Führung. Goethe erhielt eine Durchfahrtsstrafe aufgrund eines falsch ausgeführten Boxenstopps durch das Team WRT.

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Wishofer konnte auf freier Bahn dem Porsche-Duo enteilen und fuhr damit zum ersten Mal auf Platz eins über die Ziellinie. Robert Renauer als Zweitplatzierter konnte wertvolle Punkte im Meisterschaftskampf sammeln. Alfred Renauer und Sebastian Asch feierten derweil ihre erste Podestplatzierung der Saison.

Rutronik Racing unterlaufen mehrere Fehler

Ungewohnte Fehler machten hingegen Kelvin van der Linde und Rutronik Racing. Der Südafrikaner fuhr für den Boxenstopp an seiner Mannschaft vorbei und stoppte den Audi R8 LMS mehrere Meter entfernt von der Box seiner Mannschaft. Das Team vollzog trotzdem den Fahrerwechsel, verlor dabei jedoch wertvolle Sekunden. Da das Auto nicht vor der Rutronik-Box stand, kassierte das Team hierfür eine Durchfahrtsstrafe.

Trotz dessen überquerte Patric Niederhauser auf Platz sechs die Ziellinie, direkt hinter Indy Dontje im Mercedes-AMG GT3 von HTP-Winward Motorsport. Allerdings legt die Rennleitung ein weiteres Vergehen nach Artikel 20.2, betreffend der Fahrerausrüstung, bei den Sportkommissaren vor. Somit bleibt das Ergebnis vorläufig. Nach aktuellem Stand wären van der Linde und Niederhauser weiterhin Tabellenführer, jedoch nur fünf Punkte vor Renauer.

Die weiteren Meisterschaftskandidaten konnten ebenfalls Punkte sammeln. Luca Stolz und Maro Engel brachten ihren Mercedes-AMG GT3 vom Team Toksport WRT an Position vier ins Ziel. Damit schlossen sie bis auf 14 Zähler auf. Michael Ammermüller und Christian Engelhart beendeten das Rennen mit einem Porsche 911 GT3 R von SSR Performance auf Platz elf und sind dadurch sieben Punkte hinter den Spitzenreitern.