GT-Sport: Ring Police beendet Betrieb in Erkelenz endgültig

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Die Ring Police stellt den Betrieb endgültig ein | © Gruppe C

Die RP Vertriebsgesellschaft mbH ist nun endgültig in Liquidation gegangen. Insolvenzverwalter Michael Bremen hat den Betrieb der Ring Police im April eingestellt. „Das ist natürlich sehr, sehr traurig zu sehen“, meint Teamchef Jan-Erik Slooten in seinem YouTube-Kanal.

Die Ring Police schließt ihre Garagentore im nordrhein-westfälischen Erkelenz endgültig. Der Porsche-Rennstall war zu Jahresbeginn in Liquiditätsschwierigkeiten geraten, musste im Februar schließlich die Zahlungsunfähigkeit erklären. Der Insolvenzverwalter Michael Bremen, beauftragt vom Amtsgericht Mönchengladbach, machte sich umgehend daran, den Geschäftsgang der RP Vertriebsgesellschaft mbH vorerst aufrechtzuerhalten.

Eigentlich sollte der Betrieb bis Ende Mai weiterlaufen, jedoch musste die Ring Police die Geschäftstätigkeit schon im April einstellen, erklärt Firmenleiter und Teamchef Jan-Erik Slooten in seinem YouTube-Kanal. Dem Mitarbeiterstab und Auszubildenden habe die Ring Police fristgerecht gekündigt und in der Zwischenzeit weiterhin volles Gehalt gezahlt. Anschließend habe sich Slooten bemüht, sein ehemaliges Team weiterzuvermitteln.

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Indes hat Slooten die Gdhrdt GmbH GmbH gegründet. Die Einrichtung sei allerdings eine Formalie, um etwaige bürokratische Verzögerungen – zumal wegen der derzeitigen Corona-Pandemie – zu vermeiden, falls Slooten den Plan fasst, ein neue Unternehmung zu starten. Bestenfalls wolle Slooten auch künftig Sportwagen verkaufen und Rennsport betreiben, räumt jedoch ebenso ein: „Wie es gesamtheitlich weitergeht, weiß ich noch nicht.“

Slooten: „Das ist natürlich sehr, sehr traurig zu sehen“

Zur Stunde könne Slooten keine präzisen Angaben machen, müsse zunächst einmal das Ring-Police-Projekt ad acta legen. „Das ist natürlich sehr, sehr traurig zu sehen. Das ist irgendwo ein zerbrochener Traum“, gesteht Slooten. „Und das jetzt alles abzuwickeln, kostet wirklich Nerven und Kraft. Das ist echt hart.“ Nichtsdestoweniger: „Ich versuche weiterzumachen, den Kopf nicht in den Sand zu stecken.“

Zu Beginn des zurückliegenden Jahrzehnts schickte sich der neu gegründete Rennstall zunächst an, Einsätze im Porsche Sports Cup durchzuführen, trat anschließend auch in der VLN-Langstreckenmeisterschaft und beim 24-Stunden-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife an. Immense Aufmerksamkeit erzeugte schließlich die Kooperation zwischen der Ring Police und JP Performance, um ein Programm im ADAC GT Masters zu stemmen.

In der Premieresaison wechselte sich Slooten mit Lucas Luhr im Cockpit des Elfers ab. Letzten Endes erzielte das Porsche-Duo allerdings keinerlei Punkte. Im vergangenen Jahr sammelte die Ring Police zumindest vierunddreißig Zähler in der Teamwertung. Außerdem startete die Mannschaft beim Ein-Tages-Rennen am Ring. Dabei gewährten Adrien de Leener und Steve Jans Unterstützung – schlussendlich gelang der zwölfte Gesamtrang.