WEC: Aston Martin stoppt die Hypercar-Entwicklung

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Aston Martin steht 2020 nicht im Grid der LMH-Klasse | © Aston Martin Lagonda

Aston Martin wird mit dem Valkyrie nicht an der kommenden WEC-Saison teilnehmen. Das Entwicklungsprojekt des Le-Mans-Hypercars wurde seitens der Geschäftsleitung gestoppt. Erst kürzlich kaufte Geschäftsmann Lawrence Stroll einen signifikanten Anteil an der Edelmarke. Anschließend folgte die Ankündigung der Rückkehr in die Formel 1.

Der britische Automobilhersteller Aston Martin hat am Mittwoch bekanntgegeben, dass das Le-Mans-Hypercar-Projekt gestoppt wird. Als Grund wird die angekündigte angeglichene Prototypenklasse LMDh genannt, welche in Zusammenarbeit zwischen ACO und IMSA entstanden ist. Darüber hinaus benötigt Aston Martin Ressourcen für die Rückkehr als Werksteam in die Formel 1 ab 2021.

Ursprünglich sah der Plan vor, dass der Hersteller mit der nächsten WEC-Saison ein Hypercar an den Start bringen wird. Allerdings änderten sich erst kürzlich die Eigentumsverhältnisse der Aston Martin Lagonda. Lawrence Stroll, Besitzer des Teams Racing Point F1, beteiligte sich mit 16,7 Prozent am Unternehmen. Darüber hinaus übernimmt er den Vorsitz des Aufsichtsrates. Zuvor war Aston Martin finanziell bereits angeschlagen.

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„Aston Martins Ambitionen um den Gesamtsieg der 24 Stunden von Le Mans zu kämpfen sind unverändert, aber es ist nur richtig, dass wir unsere Position in Zeiten solch signifikanter Veränderungen, die im vergangenen Jahr nicht absehbar waren, neu bewerten werden“, erklärte CEO Andy Palmer seine Position.

Toyota ist einziger verbliebener LMH-Hersteller

Die ACO-Verantwortlichen brachten der Entscheidung, in Angesicht der wirtschaftlichen Schieflage des Konzerns, Verständnis entgegen, betonten jedoch auch ihren Wunsch, dass die anderen Projektpartner Multimatic und Red Bull Advanced Technologies weiter am Valkyrie-Projekt arbeiten sollten. Eine Strategieänderung seitens der ACO-Regelwerke hätte diese Neuigkeit jedoch nicht zur Folge.

Allerdings bedeutet dies, dass für die kommende Saison lediglich Toyota und Glickenhaus ein Hypercar in der Pipeline haben. In einer Stellungnahme gegenüber SportsCar365 ließ Toyota jedoch verlautbaren, dass die Situation momentan neu bewertet werde und eine Bestätigung in Kürze erfolgen solle. Peugeot plant den Einstieg erst zum Jahr 2022, musste jedoch kürzlich mit dem Rückzug seitens Rebellion Racing einen herben Rückschlag hinnehmen.

Laut der Pressemitteilung seitens Aston Martin sei das Engagement in der GTE-Klasse nicht auf dem Prüfstand. Als aktueller Tabellenführer der GTE-Pro-Wertungen sehe sich das Team in einer starken Position. Der GT-Sport sei ein integraler Bestandteil der Aktivitäten des Herstellers.