Bathurst 12: Bentley holt Premierensieg am Mount Panorama

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Bentley schaffte den langersehnten ersten Sieg in Bathurst | © Stefan Deck

Der Bentley-Bann bei den Zwölf Stunden von Bathurst ist gebrochen. Im sechsten Anlauf hat das Team M-Sport das prestigeträchtige Rennen in Australien gewinnen können. Die siegreiche Mannschaft waren Jules Gounon, Maxime Soulet und Jordan Pepper. Ebenfalls auf das Podium kamen Teams von McLaren und Mercedes-AMG.

Jules Gounon, Maxime Soulet und Jordan Pepper haben die Zwölf Stunden von Bathurst mit einem neuen Distanzrekord gewonnen. Nach 313 Umläufen überquerte das Bentley-Trio die Ziellinie des Auftaktrennens der Intercontinental GT Challenge. Es ist der erste Sieg für den britischen Hersteller nach fünf erfolglosen Anläufen.

Bereits zur Halbzeit lag das Bentley-Team in Führung und bestimmte das Tempo auch in den folgenden Stunden. Die Schlussphase entwickelte sich allerdings zu einem Wettlauf gegen das Wetter. Rund um den Mount Panorama zogen dunkle Gewitterwolken auf, jedoch begannen die Regenschauer erst, nachdem Gounon die Zielflagge gesehen hatte.

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Auch ein Reifenschaden konnte den Franzosen nicht vom Sieg abhalten. Rund eine Stunde vor Rennende musste er sein Team zum finalen Boxenstopp aufsuchen und zugleich die Räder wechseln lassen. Allerdings erlebten zwei Mercedes-AMG-Kontrahenten dasselbe Schicksal. Raffaele Marciello und Maro Engel wurden wenige Runden vor Schluss zu einem ungeplanten Stopp gezwungen.

Dies kostete Marciello, Maximilian Buhk und Felipe Fraga einen möglichen Podestplatz. Der Italiener vom Team GruppeM Racing schaltete das Auto nicht regelkonform ab und wurde somit auf Rang fünf zurückversetzt. Nutznießer war das McLaren-Team 59 Racing. Bei ihrem Einstand setzten sie einige Akzente mit dem britischen Sportwagen.

McLaren zeigt beeindruckende Form

Bereits nach wenigen Umläufen übernahm Ben Barnicoat das Zepter. Mit einem überfallsartigen Manöver überrumpelte Barnicoat Mercedes-Pilot Buhk. Anschließend flüchtete er in den Sonnenaufgang. Barnicoat, Álvaro Parente und Tom Blomqvist konnten das Rennen an zweiter Stelle erfolgreich beenden. Rang drei erkämpften sich Shane van Gisbergen, Maximilian Götz und Jamie Whincup im AMG von Triple Eight Race Engineering.

Nicht ganz nach Vorstellung lief es dagegen bei den Titelverteidigern von Porsche. Zwar befanden sich alle drei Pro-Autos in aussichtsreichen Positionen, allerdings langte es Matt Campbell in den Schlussminuten nicht, seinen Landsmann van Gisbergen zu überholen. Somit fahren die Zuffenhausener ohne Edelmetall wieder nach Hause.

Ein Desaster erlebten dagegen die bayerischen Hersteller. BMW, bereits dezimiert aufgrund logistischer Schwierigkeiten, haderte bereits früh mit einem Schaden am einzigen Auto von Walkenhorst Motorsport. Audi hingegen brachte nur ein Auto über die Ziellinie. Alle drei R8 waren jedoch von Schäden, technischen Defekten oder Unfällen betroffen. Kelvin van der Linde, Markus Winkelhock und Mattia Drudi wurden außerhalb der Top-Ten abgewunken.