VLN: Kissling Motorsport beendet alle Aktivitäten

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Kissling Motorsport entwickelte und baute den Opel Astra TCR | © Ralf Kieven

Kissling Motorsport hat nach einundvierzig Jahren die Tore geschlossen. Der Rückzug hat sowohl private als auch sportliche Beweggründe. Die Zusammenarbeit mit dem Autohersteller Opel konnte nach der Übernahme durch die französische PSA nicht mehr wie gehabt fortgeführt werden. Das Astra-Projekt wird nun in neue Hände übergeben.

Das Eifelaner Team Kissling Motorsport hat in dieser Woche seinen Rückzug aus dem aktiven Motorsport angekündigt. Teamchef und Geschäftsführer Stefan Kissling verkündete das Aus der Traditionsmannschaft nach einundvierzig aktiven Jahren. Während seiner Laufbahn war die Truppe eng mit dem Automobilhersteller Opel verbandelt.

Als Gründe geben Stefan und Helmut Kissling sowohl persönliche Umstände als auch Veränderungen innerhalb der Opel-Organisation an. Opel wurde im vergangenen Jahr durch den französischen Konzern PSA übernommen, der in seinen Motorsportaktivitäten mit den Marken Peugeot und Citroёn auftritt.

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Zuletzt zeichnete Kissling Motorsport für die Entwicklung des Astra TCR verantwortlich, welchen sie neben der TCR-Serie auch in der VLN an den Start brachten. „Das Astra-TCR-Projekt haben wir seit 2017 komplett in Eigenregie gestemmt. 2018 haben wir mit unserer kleinen Mannschaft gegen die großen Werke den Meistertitel geholt, das macht uns stolz“, erklärte Stefan Kissling gegenüber VLN.de. Zukünftig werden die Astras von Lubner Motorsport aus Georgenthal betreut.

In seiner Historie zählt das Team zwanzig gewonnene Meisterschaften und über sechshundert Rennsiege. Die Überbleibsel hiervon befinden sich noch im Betrieb in Bad Münstereifel. Alle historischen Teile, Maschinen und Werkzeuge werden über die kommende Zeit abgebaut. Anschließend wird sich Kissling neuen Aufgaben außerhalb des Motorsports widmen.