Petit Le Mans: Porsche startet mit GT1-Retrodesigns

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Porsche bestreitet das Petit Le Mans mit GT1-Farbgebung | © Porsche

Porsche hat auch für das diesjährige Petit Le Mans zwei Retrodesigns entworfen. Die Optik der beiden GTLM-Neunelfer ähnelt an diesem Wochenende den beiden GT1-Sportwagen des Jahres 1998. Mit diesem Modell erfocht der Weissacher Hersteller einen Doppelsieg in Le Mans.

Auch beim Petit Le Mans am nächsten Wochenende startet die Porsche-Werksmannschaft mit zwei Retrodesigns. Die historisches Gestaltung der beiden GTLM-Neunelfer orientiert sich an der Farbgebung der beiden GT1-Sportwagen, mit denen der Konstrukteur aus der Kapitale Baden-Württembergs in der Saison 1998 einen Zweifachtriumph beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans errang.

In der Podiumsmitte jubelten damals Laurent Aïello, Allan McNish und Stéphane Ortelli, während die Stallgefährten Jörg Müller, Uwe Alzen und Bob Wollek die zweithöchste Stufe des Siegertreppchens erklommen. Im selben Jahr stellte McNish den Porsche 911 GT1 ’98 beim Petit Le Mans auf die Poleposition, jedoch verunfallte der Semiprototyp bei der Erstauflage in Braselton letzten Endes spektakulär. Yannick Dalmas vollführte einen Rückwärtssalto.

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Die Optik der Neunelfer beim diesjährigen Petit Le Mans auf der Road Atlana: In der Grundfarbe Weiß lackiert, winden sich blaue Linien über die gesamte Karosserie. Hinzukommen orange respektive gelbe Elemente im Frontbereich, um die beiden Elfer voneinander zu unterscheiden. Die Rückspiegel der Porsche 911 RSR sind dahingegen – im Unterschied zum Vorbild – beide in Neonorange gefärbt. Bereits in Le Mans fuhr Porsche mit zwei Nostalgiedesigns.

Frank-Steffen Walliser: „In vielen Fällen hat uns das Quäntchen Glück gefehlt“

Beim Finale der IMSA SportsCar Championship rekrutieren sich die Fahrerbesatzungen aus Patrick Pilet, Nick Tandy und Frédéric Makowiecki einerseits, Laurens Vanthoor, Earl Bamber und Mathieu Jaminet andererseits. Aus sportlicher Perspektive hegt Porsche vornehmlich das Ziel, die Saison mit einem Erfolg abzuschließen, weil das Weissacher Gespann aus dem Titelkampf ausgeschieden ist.

Ungeachtet der vergangenen Misserfolge habe der Sieg in Sebring indes das Endurance-Potenzial des Elfers offenbart. „In vielen Fällen hat uns einfach das nötige Quäntchen Glück gefehlt“, zieht Porsche-Motorsportchef Frank-Steffen Walliser in der Pressemitteilung des Herstellers ein vorläufiges Fazit. „Auf der Road Atlanta haben wir nun noch einmal die Chance, unser großes Potenzial voll darzustellen und in ein gutes Ergebnis umzumünzen.“

Ferner hat Porsche den Ehrgeiz, in der Wertung des nordamerikanischen Langstreckenwettbewerbs noch an die oberste Stelle emporzusteigen. „Zudem gibt es eine zusätzliche Motivation beim Petit Le Mans“, meint Walliser. „Das Saisonfinale zählt ebenso wie Daytona, Sebring und Watkins Glen zum North American Endurance Cup. In dieser Wertung liegen wir auf Platz zwei. Mal schauen, ob in der Gesamtwertung noch mehr für uns möglich ist.“