Petit Le Mans: Gelingt CORE Autosport die Sensation?

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Kann CORE Autosports die Werke besiegen? | © Dan Burke

Der letzte Teil der SportsCar-Info-Vorschau auf das Petit Le Mans richtet den Blick auf die Prototypen. Kann CORE Autosport die Sensation schaffen und vier Werke besiegen? Oder verteidigt Cadillac den Titel? Und wie schlägt sich Timo Bernhard für Nissan?

Vor der Saison hat wohl keiner damit gerechnet, dass eine LMP2-Mannschaft eine realistische Chance auf den Gesamtsieg der IMSA SportsCar Championship hat. Doch CORE Autosport hat als Pro-Am-Besatzung die Hersteller der DPi-Wertung reihenweise ins Grübeln gebracht.

CORE Autosport kämpfte sich durch eine starke Rückrunde mitten in den Meisterschaftkampf. Colin Braun und Jonathan Bennett verbuchten in den letzten vier Läufen zwei Siege und zwei zweite Plätze. Damit liegen die beiden Piloten vor dem Petit Le Mans nur vier Punkte hinter den Führenden Eric Curran und Felipe Nasr. Für das Petit Le Mans steigt Romain Dumas zu CORE Autosport ins Auto, während Gabby Chaves das Aufgebot von Action Express Racing abrundet. Ein Vorteil für die LMP2-Truppe.

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Für CORE Autosport wird es wie bei den vorausgegangenen Läufen die Mindestfahrzeit von Bennett so zu planen, dass der Gentlemanfahrer seine Fahrzeit während einer Safety-Car-Phase absolviert. Dann besteht tatsächlich die Chance der Privatiers, die Werke von Cadillac, Mazda, Acura und Nissan zu schlagen.

Auf den weiteren Meisterschafträngen folgen Wayne Taylor Racing und das Acura-Team Penske. Jedoch fehlen ihnen bereits neunzehn beziehungsweise einundzwanzig Zähler, weshalb die Meisterschaft wahrscheinlich zwischen CORE Autosport und Action Express Racing entschieden wird.

Wer holt den Tagessieg?

Anders sieht es beim Tagessieg aus. Als favorisierte Mannschaft dürfte das Acura-Team Penske ins Rennen gehen. Der nächste Erfolg des Teams von Roger Penske ist überfällig, seit Mid-Ohio wartet die Truppe auf den nächsten Rennsieg in der IMSA SportsCar Championship. Der Acura-Truppe dürfte dabei die neuerlichen Änderungen der Balance of Performance in die Karten spielen. Die Regelhüter haben den ARX-05 mehr Ladedruck im oberen Bereich des Drehzahlbandes zugestanden.

Auch Mazda will endlich einen Befreiungsschlag feiern. Zwar hat Joest Racing mit dem RT24-P einige Fortschritte gemacht, dennoch ruinieren immer wieder Kleinigkeiten ein Spitzenresultat. Als Speerspitze werden wohl Tristan Nunez, Oliver Jarvis und Lucas Di Grassi dienen.

Aber nicht nur Mazda hat sich mit di Grassi prominent verstärkt. Extreme Speed Motorsports hat für das Petit Le Mans Nürburgring-Rekordhalter Timo Bernhard verpflichtet. Bernhard wird sich zusammen mit Luís Felipe Derani und Johannes van Overbeek das Fahrzeug teilen. Ein Erfolg für ESM wäre besonders wertvoll für van Overbeek, der nach diesem Rennen seinen Helm an den Nagel hängt.