VIR: Corvette Racing ertrotzt glücklichen Sieg

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Corvette Racing profitierte von den Fehlern der Konkurrenz | © Corvette Racing

Auf dem Virginia International Raceway duellierten sich wie bereits in Lime Rock nur die Fahrzeuge der GT-Kategorien. Über weite Strecken des Rennes sah es nach einen BMW-Triumph aus, doch zwei Reifenschäden machten den Traum vom Gesamtsieg zunichte. Diesen durften Jan Magnussen und Antonio Garciá für Corvette feiern. Mit dem Erfolg baute das Duo seine Tabellenführung aus.

Das gestrige Gastspiel der IMSA-Meiterschaft auf dem Virginia International Raceway bot für BMW und Ford ideale Voraussetzungen, um die Tabellenführer von Corvette – Jan Magnussen und Antonio Garciá – unter Druck zu setzen. Von der Poleposition aus gingen Dirk Müller und Joey Hand im Ford GT ins Rennen. Auf den Plätzen zwei und drei folgten beide BMW-Abordnungen.

Bereits in der ersten Runde konnte Bill Auberlen im BMW M6 GTLM Hand überholen. Danach baute der BMW-Werkspilot stetig und konstant einen Vorsprung von über zwanzig Sekunden auf. Dahinter stritten Hand, Giancarlo Fisichella im Ferrari 488 GTE von Risi Competizione und John Edwards im zweiten BMW um die Positionen.

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Doch nach einer knappen Stunde Rennzeit musste BMW einen Rückschlag verkraften. Edwards sicht mit Problemen an der Servolenkung die Box auf – eine immer wieder auftretende Schwachstelle am Sechser. Die Mechaniker des Münchener Autobauers versuchten, das Problem zu beheben, aber der M6 war nicht mehr fahrbar und musste abgestellt werden.

Nach den Fahrerwechsel bestimmte Auberlens Teamkollege Alexander Sims weiterhin das Tempo. Trotz eines Reifenschadens konnte der Brite die Führung behalten. Auf den weiteren Rängen bekämpften sich nun Müller, Toni Vilander im Ferrari, Ryan Briscoe im zweiten Ford, Oliver Gavin in der zweiten Corvette und Garcia.

Nach den letzten regulären Boxenstopps sah die Reihenfolge wie folgt aus: Sims führte vor Müller und Gavin. Weiter hinten folgten García, Briscoe und Vilander. Zwanzig Minuten vor Schluss wurde der Rennverlauf auf den Kopf gestellt. Zuerst waren sich Müller und Gavin nicht über die Vorfahrt einig und schoben sich gegenseitig von der Strecke. Damit fand sich García auf einmal auf der zweiten Position wieder. Nur zwei Umläufe später erlitt Sims seinen zweiten Reifenschaden.

Lamborghini dominierte in der GTD-Wertung

Den nun geerbten Spitzenplatz gab García nicht mehr her. Briscoe und Vilander kamen ebenfalls aufs Stockerl. Sims musste sich nur mit dem vierten Rang begnügen. Fünfte wurden Müller und Hand, dicht gefolgt von Milner und Gavin. Porsche war in Virginia nur die fünfte Kraft. Beide 911 RSR waren zu keiner Zeit des Rennens eine wirkliche Gefahr. In der Endabrechnung wurden beide Zuffenhausener Fahrzeuge überrundet.

Anders als BMW in der GTLM-Division münzte die Lamborghini-Mannschaft Change Racing seine Dominanz in einen Sieg um. Jeroen Mul und Corey Lewis setzten sich gegen das BMW-Gespann von Turner Motorsport durch. Den M6 GT3 bewegten Jesse Krohn und Jens Klingmann. Bronze ging an die Mercedes-Kutscher Jeroen Bleekemolen und Tony Hindman.

Die Tabellenführer der GTD-Klasse Christina Nielsen und Alessandro Balzan hielten sich im Ferrari 488 GT3 der Scuderia Corsa aus allen Scharmützeln raus. Diese risikofreie Fahrt wurde mit dem vierten Rang belohnt. In vier Wochen steht das Halbfinale der IMSA-Meisterschaft an. Am 24. September gastiert die Serie in Laguna Seca. Zwei Wochen später steigt das große Finale beim Petit Le Mans.