Nürburgring: Porsche profitiert von überarbeiteter Balance of Performance

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Porsche profitiert von der überarbeiteten Balance of Performance beim Gastspiel am Ring | © Maximilian Graf

Die Regelaufpasser der Langstrecken-WM haben die Balance of Performance für die Saisonstation auf dem Nürburgring überarbeitet. Demzufolge profitiert namentlich Porsche in der GTE-Pro-Klasse von den Korrekturen. Dominator Ford tangieren die Modifikationen dagegen nicht.

Die GT-Kommission des FIA-Automobilverbands hat die überarbeitete Balance of Performance für das WM-Gastspiel auf dem Nürburgring publik gemacht. Als Hauptnutznießer der Modifikationen an der Fahrzeugeinstufung geht Porsche beim Sechs-Stunden-Rennen auf dem Grand-Prix-Kurses in der Vulkaneifel hervor. Demgemäß gestehen die Regelhüter dem GTE-Pro-Neunelfer eine Massenreduzierung sowie einen größeren Restriktor zu.

In Zahlen ausgedrückt: Die Verringerung des Gewichtes beträgt fünfzehn Kilogramm, die Vergrößerung des Luftmengenbegrenzers misst zwei Millimeter. Auch Aston Martin profitiert in der professionellen GTE-Liga von den Bearbeitungen der Balance-of-Performance-Konfiguration. Die Anpassungen räumen dem Vantage-Sportwagen sogar einen vier Millimeter größeren Restriktor ein.

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In die andere Richtung schlägt das Pendel für Aston Martin wiederum in der GTE-Am-Wertung. Denn der Konstrukteur aus dem Vereinigten Königreich muss seinen Luftmengenbegrenzer um drei Millimeter verkleinern, wohingegen das Porsche-Lager aufgrund einer Gewichtsreduzierung um zehn Kilogramm profitiert. Der Ferrari-Konkurrenz bürdet das BoP-Korrektiv dagegen einen Zusatzballast von fünfzehn Kilogramm auf.

Überraschenderweise tangieren die Änderungen in der Balance-of-Performance-Einstufung nicht die Ford-Werksmannschaft, nachdem Chip Ganassi Racing die Rivalen beim 24-Stunden-Langstreckenrennen von Le Mans geradezu deklassierte. Auch Ferrari erfährt keinerlei Benachteiligung in der GTE-Pro-Profiklasse. AF Corse belegte ebenfalls das Stockerl beim Klassiker an der Sarthe.